MSV Duisburg

Für den MSV Duisburg geht es gegen Sandhausen um alles

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht

Foto: firo

Duisburg.  Der MSV bangt um den Zweitliga-Verbleib. Trainer Torsten Lieberknecht sagt zur Partie am Samstag: "Es ist ein Spiel mit Endspiel-Charakter".

Der MSV Duisburg hat seine Mitglieder in dieser Woche zu einem Info-Abend eingeladen. Thema: das Finanz-Zahlenwerk des Klubs. Am 16. Mai, drei Tage vor dem letzten Spiel der Zebras in dieser Zweitliga-Saison beim Hamburger SV, erläutern Präsident Ingo Wald und Geschäftsführer Peter Mohnhaupt die Gesamtbilanz. Sie wollen auch Fragen beantworten, die durchaus unangenehm ausfallen könnten, falls Duisburgs Profi-Fußballer vorher keine Wende einleiten.

MSV liegt vier Punkte hinter dem Relegationsrang

Als Tabellenletzter liegt der MSV aktuell vier Punkte hinter dem Relegationsrang. Der Rückstand auf Rang 15, einen Nicht-Abstiegsplatz, beträgt bereits sieben Punkte. Den belegt der SV Sandhausen, auf den die Duisburger in der eigenen Arena am Samstag (13 Uhr/Sky) treffen.

Der SVS verbuchte in den vergangenen fünf Partien 13 Punkte, der MSV nur drei. „Es ist ein Spiel mit Endspiel-Charakter“, sagt Duisburgs Trainer Torsten Lieberknecht. „Ein Sieg ist Pflicht.“ Ansonsten könnte der MSV seinen dritten Absturz aus der Zweiten Liga binnen sechs Jahren wohl kaum noch abwenden. 2013 verlor der Klub die Zweitliga-Lizenz, 2016 stieg er in der Relegation ab – nun droht den Meiderichern ein erneuter Tiefschlag.

Den MSV drücken Verbindlichkeiten in Höhe von rund 6 Millionen Euro. In der Zweitliga-Saison 2017/18 nahm der Klub noch 8,5 Millionen Euro an TV-Geldern ein – in der Dritten Liga wären es nur etwa 1,3 Millionen. Schon jetzt steht fest: Im Falle des Abstiegs muss der MSV Bedingungen erfüllen, um die Drittliga-Lizenz zu erhalten. Der Verein muss dann bis zum 28. Mai ein Liquiditätslücke schließen und benötigt dafür frisches Geld. Geschäftsführer Mohnhaupt macht zur die Höhe der Summe keine Angaben.

„Belastungsprobe für gesamten MSV“

„Es ist eine Saison, die an den Kräften zehrt, die eine Belastungsprobe für den gesamten MSV ist“, sagt Lieberknecht. Der 45-Jährige beschwört zugleich den Zusammenhalt und setzt auf die Unterstützung der Fans: „Wir werden das gemeinsam schaffen.“ Die Ostertage werden nun zeigen, ob der MSV noch auf den Klassenerhalt hoffen darf.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben