Gyau

Gyau will nicht mehr für den MSV Duisburg spielen

Joseph-Claude Gyau (rechts) will nicht mehr für den MSV spielen, Er will in den USA bleiben.

Joseph-Claude Gyau (rechts) will nicht mehr für den MSV spielen, Er will in den USA bleiben.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg/Sonsbeck.  Joseph-Claude Gyau will in den USA bleiben und nicht mehr für den MSV Duisburg spielen. Im Testspiel beim SV Sonsbeck gelingt ein 6:0-Sieg.

Flügelspieler Joseph-Claude Gyau sollte nach seinem Heimaturlaub in den USA an diesem Wochenende seinen Dienst beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg antreten. Der 26-Jährige wird aber vorerst nicht zu den Zebras stoßen. Der Offensivspieler will den MSV verlassen und in die US-amerikanische Profi-Liga wechseln. So fehlte Gyau auch am Freitag beim 6:0 (1:0)-Testspielsieg der Zebras beim Landesligisten SV Sonsbeck.

Gyau, der vor einem Jahr von der SG Sonnenhof Großaspach zum MSV gewechselt war, steht in Duisburg noch bis 2020 unter Vertrag. Der Spieler hatte aber schon vor dem Saisonende nur halbherzige Bekenntnisse zu seinem Arbeitgeber abgegeben. Seine Berater hatten zudem einen Wechsel ins Spiel gebracht. Gyau weilt in den USA, weil er in der Nationalmannschaft seines Landes am Ball war und anschließend noch Urlaub erhielt.

„Wir sind im Gespräch und stehen in Verhandlungen“, erklärte MSV-Sportdirektor Ivica Grlic am Freitag. Gyaus neuer Klub müsste eine Ablöse in Höhe von rund 500.000 Euro an den MSV überweisen.

Zunächst eine zähe Angelegenheit

Ohne Gyau kam der MSV in Sonsbeck vor 1980 Zuschauern nur schwer in Tritt. Gastspieler Leroy-Jaques Mickels, in der ersten Halbzeit auf dem linken Flügel im Einsatz, durchschlug den Knoten erst in der 44. Minute, indem er das 1:0 für die Zebras erzielte. Bis dahin war das Spiel des Drittligisten eine zähe Angelegenheit.

Der neue Stürmer Vincent Vermeij gab sein Debüt. Der Niederländer konnte in der Sturmspitze bei seinem 45-minütigen Einsatz aber keine Akzente setzen. Auch Torwart Leo Weinkauf absolvierte seine erste Halbzeit für die Zebras, erhielt aber keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Ben Balla trifft beim Debüt

Einen guten Einstand feierte Mittelfeldspieler Yassin Ben Balla. Der Neuzugang von Rot-Weiß Oberhausen kam nach der Pause zum Einsatz und erzielte in der 58. Minute das 2:0 für die Meidericher. In Anschluss an einen Eckball von Ahmet Engin traf der Franzose per Kopf. In der 73. Minute scheiterte Ahmet Engin am Sonsbecker Keeper, Tim Albutat war jedoch zur Stelle und staubte zum 0:3 ab. In der Schlussphase betrieb Leroy-Jaques Mickels noch einmal Werbung in eigener Sache. Der Gastspieler erzielte auf Vorarbeit von Albutat das 0:4 (83.). In der 88. Minute traf der Velberter zum 0:6. Neuzugang Sinan Karweina traf zwischenzeitlich zum 0:5 (85.).

Jacob Yusuf Ballah, Testspieler vom Oberligisten TuRU Düsseldorf sollte 90 Minuten durchspielen, nach 70 Minuten war die Partie für ihn jedoch beendet. Der Flügelspieler musste den Platz verletzt verlassen, sodass der bereits ausgewechselte Arne Sicker eine Zusatzschicht schieben musste.

Am Sonntag geht es für die Zebras mit dem „Duisburg-Spiel“ weiter. Um 15 Uhr trifft der MSV im PCC-Stadion in Homberg auf die Stadtauswahl. Die Veranstalter hoffen auf eine stattliche Zuschauerzahl. 1500 Besucher sind das Ziel. Im letzten Jahr waren lediglich 624 Zuschauer gekommen. Die Fans stimmen somit mit ab, ob das Spiel noch eine Zukunft hat.

Julien Schneider (DSV 1900) und Harald Schüffeln (Meiderich 06/95) betreuen die Amateurauswahl, die aus Spielern aus Duisburger Vereinen bis hinunter zur Bezirksliga besteht. Peter Thomas, Fachschaftsleiter, bittet die beteiligten Spieler, um 13 Uhr in Homberg zu erscheinen.

Testspiel gegen Stoke City

In trockenen Tüchern ist nun auch das Spiel gegen den englischen Klub Stoke City. Die Zebras treffen auf die Engländer, die in der zweitklassigen Championship spielen, am Samstag, 13. Juli, um 15 Uhr. Die Teams spielen um den „Cup der Traditionen“. In den letzten Jahren ging es in Turnierform um den Pokal, nun beschränkt sich der MSV auf ein Spiel.

Auch hier waren die Zuschauerzahlen zuletzt weit unter den Erwartungen geblieben. Nun hoffen die Meidericher auf mehr Zuspruch, zumal das Spiel im Rahmen des Familientages in der Arena über die Bühne geht.

Der Eintritt für Spiel und Familientag ist frei. Die Zuschauer können aber für das Nachwuchsleistungszentrum und den Verein „Starke Zebrakids“ spenden.

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