3. Liga

1:0! Stoppelkamp erlöst den MSV Duisburg beim TSV Havelse

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Stoppelkamp bejubelt sein Führungstor für den MSV Duisburg beim TSV Havelse.

Stoppelkamp bejubelt sein Führungstor für den MSV Duisburg beim TSV Havelse.

Foto: Getty

Hannover.  Der MSV Duisburg startet mit einem wichtigen 1:0 (0:0)-Sieg beim TSV Havelse in das neue Jahr. Moritz Stoppelkamp entscheidet Spiel in Hannover.

Eine lokale Bäckerei präsentierte die Zuschauerzahl. 364 Fans, die im Sprachgebrauch des Fußball-Drittligisten TSV Havelse als „Schlawiner“ geführt werden, fanden am Freitag den Weg in die Hannoveraner HDI-Arena, die 2006 immerhin ein WM-Stadion war. Im Nieselregen feierte am Ende nur die kleine Fanschar der Gäste. Der MSV Duisburg gewann beim Schlusslicht mit 1:0 (0:0) und sammelte drei wichtige Punkte im Abstiegskampf ein.

Marvin Knoll debütiert für den MSV Duisburg

Stürmer Aziz Bouhaddouz konnte im Zuge seiner Erkältung nicht die Reise nach Hannover antreten. Neuzugang Marvin Knoll debütierte in der Innenverteidigung. Der zweite Neue, John Yeboah saß auf der Bank. Dort durfte auch U-19-Spieler Caspar Jander zum ersten Mal Platz nehmen.

MSV-Trainer Hagen Schmidt setzte auf ein 3-2-4-1-System. Rolf Feltscher, Marvin Knoll und Oliver Steurer bildeten die Dreier-Abwehrkette. Die Zebras konnten im Abbruchspiel gegen Osnabrück schon mit einem Defensivtrio überzeugen. Nun hoffte Schmidt, mit dieser Variante auch auf der 90-Minuten-Distanz auftrumpfen zu können.

Der MSV begann forsch und wollte Havelse früh an die Leine nehmen. Kolja Pusch und Moritz Stoppelkamp brachten bei ihren Abschlüssen aber nicht genügend Druck hinter den Ball.

Die Gastgeber konnten sich aber schnell befreien und brachten die neuformierte Duisburger Abwehr einige Male in Verlegenheit, aber auch hier fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz.

In der 29. Minute sorgte Kolja Pusch für die erste Großchance. Der Duisburger Mittelfeldspieler zog aus 18 Metern ab, TSV-Schlussmann Norman Quindt klärte mit den Fäusten zur Ecke. Eine Minute später kam Stoppelkamp zum Abschluss, hier musste sich Quindt aber nichtmals strecken.

MSV Duisburg: Mitgereiste Fans pfeifen zur Halbzeit

Der MSV hatte das Geschehen nun wieder im Griff und konnte die Vorgabe des Trainers, mehr Ballbesitz zu haben auch umsetzen. Doch es mangelte an der Qualität des letzten Balles, vor dem Havelser Tor blieben die Zebras weitgehend harmlos. In der 40. Minute kam Oliver Steurer in Anschluss an einen Eckball per Kopf zu einer Torchance, doch Norman Quindt war auf dem Posten. Nach dem Pausenpfiff schickten die 50 Duisburger Schlachtenbummler, in deren Kreis auch MSV-Präsident Ingo Wald Platz genommen hatte, mit Pfiffen in die Kabine.

Havelse kam besser aus der Kabine. In der 48. Minute kam Julius Düker nach einem Ballverlust von Marvin Knoll aus 17 Metern zum Schuss, setzte den Ball aber knapp neben das Duisburger Tor. In der 54. Minute hatte die kleine Meidericher Fanschar den Torjubel auf den Lippen. Oliver Steurer bediente Moritz Stoppelkamp mit einem Zuckerpass, doch der Kapitän setzte den Ball an den Pfosten.

Zwei Minuten später durften die Duisburger Anhänger ihrer Freude aber freien Lauf lassen. Moritz Stoppelkamp köpfte nach einer Ecke von Kolja Pusch zum 0:1 ein. Die Führung spielte den Gästen natürlich in die Karten – Havelse brachte kaum inspirierende Dinge auf den Platz. In der 69. Minute feierte beim MSV Neuzugang John Yeboah sein Debüt. Er kam für den wirkungslosen und enttäuschenden Ademi ins Spiel.

Für Marvin Knoll war die Partie in der 78. Minute beendet. Sein Abgang war mit Sorgen verbunden. Der Verteidiger fasste sich an den Oberschenkel. Für ihn kam Niko Bretschneider – und der sorgte in der 82. Minute unfreiwillig für Gefahr für das eigene Team. Er touchierte per Kopf die Latte des Duisburger Tores.

Havelse investierte nun etwas mehr, aber der MSV brachte den Sieg über die Runden. Moritz Stoppelkamp verpasste es jedoch, vorzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Er traf aus 17 Metern über das Tor (86.).

Für Innenverteidiger Dominic Volkmer ist die Saison bereits beendet. Die Knieverletzung des 25-Jährigen hat sich als deutlich schwerwiegender erwiesen als zunächst angenommen. Volkmer unterzieht sich am Montag in Augsburg einer Operation. Danach wird eine mehrmonatige Reha folgen.

MSV Duisburg: Scharfe Kritik wegen Ticket-Verteilung

Für die Zebras geht es am Sonntag, 23. Januar, mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken weiter. Dann werden 750 Zuschauer zugelassen sein. Wie der MSV am Freitag mitteilte, wird der Drittligist 150 Tickets unter den Dauerkarteninhabern verlosen. Die übrigen 600 Tickets gehen an Sponsoren. Nach der Veröffentlichung gab es wegen dieser Verteilung in den sozialen Internetmedien scharfe Kritik aus Fankreisen.

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