MSV Duisburg

Heimdebakel für den MSV Duisburg gegen Holstein Kiel

John Verhoek moniert Handspiel beim Linienrichter.

John Verhoek moniert Handspiel beim Linienrichter.

Foto: firo

Duisburg  Nach zuvor fünf Pflichtspielen ohne Niederlage ging der MSV Duisburg gegen Holstein Kiel unter. Zur Pause stand es noch 0:0 - am Ende aber 0:4.

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Vor dem Spiel gegen Holstein Kiel hatte Torsten Lieberknecht sich von seiner Mannschaft ein „Meisterstück“ gewünscht. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg musste gestern nach der 0:4-(0:0)-Heimpleite gegen die Störche einräumen: „Da müssen die Jungs nachsitzen.“

Nach fünf Pflichtspielen ohne Niederlage erlitt der MSV am Sonntag einen Rückschlag. Die Defensive, in den vergangenen Wochen das Prunkstück der Zebras, brach in der zweiten Halbzeit auseinander. „Die Kieler hatten eine brutale Stärke, die spielten ihre Sache sehr gut aus“, sagte MSV-Kapitän Kevin Wolze nach der Partie. Damit endete auch die Serie von Torwart Daniel Mesenhöler: Er musste nach 416 Pflichtspielminuten ohne Gegentor erstmals wieder hinter sich greifen.

MSV Duisburg setzt auf eine Dreierkette

Torsten Lieberknecht hatte tief in die Taktikkiste gegriffen und eine Dreier-Abwehrkette ins Rennen geschickt. Die etatmäßigen Außenverteidiger Kevin Wolze und An­dreas Wiegel besetzten die Flügel der Mittelfeldkette. Das Konzept ging nur gut 20 Minuten auf. Dann versagte Schiedsrichter Florian Badstübner den Gastgebern einen Elfmeter, nachdem der Kieler Jonas Meffert den Ball im Strafraum mit dem Oberarm gespielt hatte. „Danach kam es zu einem Bruch in unserem Spiel“, ärgerte sich Trainer Lieberknecht.

Die Duisburger, die in der Anfangsphase mit einer scharfen Hereingabe von Wolze, die Stürmer John Verhoek knapp verpasste, eine hochkarätige Chance vergaben, gerieten schon im ersten Durchgang unter Druck. Die Abwehr bekam vor allem Kingsley Schindler nicht in den Griff. Die Duisburger hatten Glück, dass der Kieler Stürmer in der 28. Minute nur den Pfosten traf.

In der 56. Minute war Schindler dann nicht mehr zu stoppen. Der 25-Jährige traf zum 0:1. Nur vier Minuten später erhöhte Janni Serra auf 0:2. Torsten Lieberknecht ärgerte sich später darüber, dass sein Team im Anschluss an einen eigenen Freistoß ein Tor kassierte und somit den Gegner ins Spiel brachte. Mit den Kieler Kontern war die Duisburger Abwehr gestern überfordert – auch weil der MSV im Mittelfeld mit seinen zentralen Akteuren Fabian Schnellhardt und Lukas Fröde keinen Zugriff aufs Spiel fanden.

Lieberknecht stellte auf das klassische 4-4-2-System um und brachte mit Richard Sukuta-Pasu eine zusätzliche Offensivkraft ins Spiel. Eine Wende konnte der Coach nicht herbeiführen. Janni Serra entschied in der 73. Minute mit seinem zweiten Treffer die Partie. Den Schlusspunkt setzte Jae-sung Lee mit dem 0:4 in der 89. Minute.

MSV-Trainer Lieberknecht: „Weg zum Klassenerhalt ist lang“

„Zum Glück fielen die anderen Ergebnisse gut für uns aus. Es ist nicht so viel passiert“, stellte Kevin Wolze erleichtert fest. Die Zebras stehen weiterhin auf dem 15. Tabellenplatz. „Wir müssen die Niederlage so akzeptieren. Uns ist ohnehin bewusst, dass der Weg zum Klassenerhalt sehr lang ist und nicht kürzer wird“, erklärte Lieberknecht den Rückschlag.

Kommenden Samstag (13 Uhr/Sky) spielen die Duisburger in Heidenheim. Dann wollen sie eine andere Serie fortsetzen. Auswärts verlor der MSV zuletzt im August und ist damit in der Fremde seit sieben Pflichtspielen unbesiegt.

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