MSV Duisburg

Michael Zeyer sieht den MSV Duisburg „in Schutt und Asche“

Besuch an alter Wirkungsstätte: Michael Zeyer und Horst Steffen.

Besuch an alter Wirkungsstätte: Michael Zeyer und Horst Steffen.

Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.   Ex-MSV-Profi Michael Zeyer nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um den früheren Duisburger Vereinschef geht: „Walter Hellmich ist weg. Das ist der Einzige, über den ich mich freue, dass er nicht mehr im Verein ist“, sagt der Sportdirektor der Stuttgarter Kickers.

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Bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte nahm Michael Zeyer, früher Chef im Mittelfeld des MSV Duisburg und jetzt Sportdirektor bei den Stuttgarter Kickers, im Interview mit der Sportredaktion kein Blatt vor den Mund.

Michael Zeyer, wie war das Gefühl, als ehemaliger MSV-Spieler wieder in Duisburg zu sein?

Michael Zeyer: Schön. Es hat sich viel verändert. Ich habe einige bekannte Gesichter gesehen. Und Walter Hellmich ist weg. Das ist der Einzige, über den ich mich freue, dass er nicht mehr im Verein ist.

Können Sie das näher erklären?

Zeyer: Herr Hellmich war zu meiner Spielerzeit im Amt, hat dem Verein seine Seele geraubt und den Leuten Sand in die Augen gestreut. Das Ergebnis ist jetzt: Duisburg spielt in der 3. Liga und es gibt wieder eine Lizenzgefährdung. Ein Verein liegt in Schutt und Asche. Mir war von Anfang an klar, dass es so kommen würde. Nur Eitelkeiten spielten eine Rolle. Eigentlich ist das nicht mein Thema, aber es gibt in Duisburg keinen, der das so klar anspricht. Das können Sie ruhig so schreiben. Ich habe mit Dieter Fischdick einen Präsidenten erlebt, den ich als Ehrenmann geschätzt habe. Damals ging es nicht nur um den Geldbeutel.

Zurück zum aktuellen Geschehen: Waren Sie mit dem 1:1-Remis in Duisburg zufrieden?

Zeyer: Wir waren nah dran am Dreier. Ich denke, wir hätten einen Sieg verdient gehabt und die Chancen noch klarer zu Ende spielen müssen. Der MSV Duisburg hat von den Einzelspielern eine hohe Qualität im Kader. Trotzdem haben wir richtig gut dagegen gehalten.

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