MSV-Ärger

MSV Duisburg ärgert sich über nicht gegebenen Elfmeter

Es war ein umkämpftes Spiel in Duisburg.

Foto: firo

Es war ein umkämpftes Spiel in Duisburg. Foto: firo

Duisburg.  Dem MSV Duisburg wurde beim 1:1 gegen Union Berlin ein Elfmeter verwehrt. Sportdirektor Ivica Grlic kritisierte den Schiedsrichter deutlich.

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In der 58. Spielminute hielt es die rund 15.000 Anhänger des MSV Duisburg nicht mehr auf ihren Sitzen. Wild gestikulierend und lautstark forderten sie einen Elfmeter. Auch Ivica Grlic und Ilia Gruev redeten auf den vierten Offiziellen ein. Was war passiert? Borys Tashchy wurde an der Kante des Strafraums von den Beinen geholt. Schiedsrichter Christian Dietz aus München pfiff, zeigte aber zum Unverständnis der Zebras nicht auf den Punkt. Der Gefoulte rief noch in den Katakomben der Arena: „Das war Elfmeter.“ Sportdirektor Grlic fand sogar noch deutlichere Worte.

Nach außen wirkte der Ex-Profi des MSV ruhig, doch innerlich brodelte es in ihm. In Richtung des Schiedsrichters sagte er: „Den Elfmeter muss er zu 1000 Prozent geben. Der war nicht auf der Linie, sondern drin. Das muss er einfach sehen, noch dazu gibt es auch einen Linienrichter, der auf der Höhe ist.“ Auch das direkte Gespräch suchte Grlic mit Schiedsrichter Dietz: „Der Schiedsrichter sagt, das war klar vor dem Sechszehner. Ich habe ihm gesagt, das war klar im Sechszehner.“ Trainer Ilia Gruev machte den vermeintlichen Elfmeter auf der Pressekonferenz ebenfalls zum Thema. Dank des späten Ausgleichstreffers seiner Mannschaft war er aber zunächst zum Scherzen aufgelegt.

Mini-Serie als Belohnung für Fans

„Auch wenn wir die letzten beiden verschossen haben, müssen wir den Elfmeter trotzdem bekommen“, sagte der Bulgare, da das 1:1 letztlich in Ordnung ging und die Diskussionen um den Elfmeter nicht zum spielentscheidenden Faktor wurden. Insgesamt zeigte sich Gruev aber zufrieden mit dem Spielverlauf und dem Ergebnis: „Wir haben seriös gespielt, Charakter bewiesen und unsere Zuschauer am Ende belohnt. Durch den Punktgewinn gegen Union Berlin hat der MSV jetzt eine Mini-Serie von drei ungeschlagenen Spielen am Stück gestartet, auch wenn es wieder nicht zum ersten Heimsieg gereicht hat. Die Fans habe die Mannschaft aber laut Gruev dennoch belohnt:

„Ich glaube, wir haben richtig gut gespielt. Wir hatten heute einen schweren Gegner zu Gast. Unsere Fans sind nicht unzufrieden. Wenn wir weiter auswärts punkten, auch zu Hause den ein oder anderen Zähler holen, dann werden wir keine Probleme bekommen.“ Als nächstes (3. November, 18.30 Uhr) geht es für den MSV Duisburg auswärts zum SV Sandhausen. Auf fremden Platz haben die Meidericher bereits 10 der insgesamt 13 Punkte in der Saison gesammelt.

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