Niederrheinpokal

MSV Duisburg blamiert sich im Pokal bei der SSVg Velbert

Sichtlich frustiert: Petar Sliskovic (rechts) und Ahmet Engin vom MSV Duisburg am Samstag beim Niederrheinpokalspiel in Velbert.

Sichtlich frustiert: Petar Sliskovic (rechts) und Ahmet Engin vom MSV Duisburg am Samstag beim Niederrheinpokalspiel in Velbert.

Foto: Mark Bohla / Funke Foto Services

Velbert.  Der MSV Duisburg ist im Niederrheinpokal in der zweiten Runde ausgeschieden. Der Drittligist verlor beim Oberligisten SSVg Velbert mit 0:2.

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Nächster Rückschlag für den MSV Duisburg - Sensation für die SSVg Velbert: Im letzten verbleibenden Spiel der 2. Runde des RevierSport-Niederrheinpokals setzt sich der Oberligist mit 2:0 (2:0) gegen den Drittligisten durch.

Max Machtemes und Robert Tochukwu Nnaji schossen die SSVg Velbert überraschend in das Achtelfinale, wo der Oberligist bereits am 23. Oktober auf Ligarivale VfB Hilden trifft. Der MSV Duisburg dagegen verabschiedet sich aus dem RevierSport Niederrheinpokal und muss zudem die dritte Pflichtspielniederlage in Serie hinnehmen.

Duisburg ohne etliche Stammkräfte

Ohne die angeschlagenen Moritz Stoppelkamp, Yassin Ben Balla (jeweils Knie) und Leo Weinkauf (Grippe) sowie die geschonten Marvin Compper und Vincent Vermeij, wurde der MSV vor 1350 Zuschauern in der Christopeit Sport Arena in Velbert zunächst seiner Favoritenrolle gerecht. Die Gäste bestimmten schon früh das Spielgeschehen. Dabei fehlte es dem Drittligisten im Angriff allerdings an der letzten Präzision. Erst in der 18. Minute wurde es gefährlich, als Petar Sliskovic nach Flanke von Joshua Bitter per Kopf die Latte traf.


Die SSVg Velbert stand tief, lauerte jedoch auf Gegenangriffe und wurde mit dem ersten ernsthaften Versuch in der 22. Minute bereits mit der Führung belohnt. Nachdem die Hintermannschaft des MSV den Ball am eigenen Sechzehner vertändelte, reagierte Machtemes gedankenschnell und schloss eiskalt zum 1:0 ab.



Duisburg drängte in der Folge vergebens auf den Ausgleich, rückte weit auf und wurde dafür postwendend vom Underdog bestraft. Nach langem Zuspiel aus der eigenen Hälfte, tauchte Nnaji alleine vor dem Gästetor auf und erhöhte souverän auf 2:0 (33.). Nur drei Minuten später wäre sogar fast das 3:0 gefallen, als Sebastian Spinraths abgefälschte Bogenlampe nur knapp über den Kasten ging.

Velbert verteidigt die Sensation

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht reagierte bereits vor der Pause, brachte den Ex-Velberter Leroy-Jacques Mickels für den unglücklichen Sinan Karweina. Zum Wiederanpfiff kam zudem Vincent Vermeij für Tim Albutat, um für mehr Durchschlagskraft in der Offensive zu sorgen. Doch auch der Niederländer hatte kein Glück. Sein Kopfball in der 55. Minute traf nur den Innenpfosten.

Wie schon in Durchgang eins wusste der MSV auch in der zweiten Hälfte seine Überlegenheit nicht in Torchancen umzumünzen. Eine halbe Stunde vor Schluss setzte Lieberknecht folglich alles auf eine Karte, brachte zunächst Debütant Lukas Scepanik für Innenverteidiger Lukas Boeder und weitere 15 Minuten später Arnold Budimbu für den nächsten Abwehrspieler, Vincent Gembalies.

Bis auf Mickels, der vermehrt den Abschluss suchte, blieb die Offensive der Zebras auch nach den Einwechslungen zahnlos, sodass die Hausherren zu Kontersituationen kamen. Nach Zuspiel des eingewechselten Oguzhan Coruk hätte Kai Schwertfeger eigentlich für die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren sorgen müssen. Sein Schuss ging jedoch knapp über das Tor (78.).

Es würde die letzte gefährliche Chance des Spiels bleiben, denn auch in der Schlussphase fand der Favorit kein Mittel gegen die organisierte Defensive der SSVg Velbert, die die Pokalsensation über die Zeit brachte.

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