Fußball

MSV Duisburg kassiert gegen Meppen die erste Heimpleite

Meppens Torwart Eric Domaschke klärt mit beiden Fäusten gegen Yassin Ben Balla.

Meppens Torwart Eric Domaschke klärt mit beiden Fäusten gegen Yassin Ben Balla.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus / firo

Duisburg.  Die Zebras verpassen durch das 1:3 den Sprung an die Spitze der 3. Liga. Kapitän Moritz Stoppelkamp wusste nachher, woran es gelegen hat.

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Christian Neidhart, Trainer des Fußball-Drittligisten SV Meppen, feierte am Dienstag seinen 51. Geburtstag. Lukas Daschner, Mittelfeldspieler des MSV Duisburg, wurde am selben Tag 21 Jahre alt. Neidhart durfte auch einen Tag später noch feiern, Daschners Geburtstagsstimmung dürfte dahin gewesen sein – trotz eines eigenen Torerfolges. Der MSV kassierte die erste Heimpleite der Saison. Mit einem 1:3 (1:3) gegen den SV Meppen verpassten die Zebras den Sprung an die Tabellenspitze.

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht veränderte seine Mannschaft gegenüber dem Spiel in Jena nur auf einer Position. Erwartungsgemäß nahm Migel-Max Schmeling auf der linken Abwehrseite die Position des gesperrten Arne Sicker ein.

Der MSV legte vor 15.192 Zuschauern einen Traumstart hin, es ging blitzschnell. Schon in der sechsten Minute brachte Lukas Daschner die Zebras in Führung. Meppen war im eigenen Strafraum unsortiert, Tim Albutat setzte sich rechts durch und bediente Daschner, der keine Probleme hatte einzunetzen.

Der Start war verheißungsvoll. Der Dämpfer ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Mit haarsträubenden Fehlern brachte der MSV den Gast zurück ins Spiel. In der 16. Minute verlor Marvin Compper im Mittelfeld den Ball, Marius Kleinsorge nahm die Kugel und marschierte durch das Duisburger Mittelfeld und die Abwehr, ohne dass ein Zebra eingriff. So traf Kleinsorge zum Ausgleich.

Zwei Minuten später jubelte Meppen erneut – aus Duisburger Sicht war der zweite Treffer der Gäste noch bitterer. Lukas Boeder verlor bei einem Pressschlag den Ball an Deniz Undav. Davon war auch MSV-Torwart Leo Weinkauf überrascht – er stand weit vor seinem Tor. So hatte Undav keine Probleme, das 1:2 zu markieren.

Der MSV hatte Mühe, den Doppelschlag zu verdauen. In der 29. Minute kam Vincent Vermeij bei einer Grätsche von Marco Komenda im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Florian Exner hätte hier auf Elfmeter entscheiden müssen, ließ das Spiel aber weiterlaufen. Eine Fehlentscheidung. Leroy-Jacques Mickels war wenige Sekunden später mit einem gefährlichen Distanzschuss zur Stelle. Meppens Keeper Eric Domaschke parierte zur Ecke.

In der 36. Minute setzte sich Mickels auf der linken Seite stark durch und traf den Pfosten. Beim Nachschuss agierte Tim Albutat zu überhastet, er verzog kräftig.

In der 40. Minute der nächste Tiefschlag: Migel-Max Schmeling verlor auf der rechten Seite der Ball, Lukas Boeder sah erneut schlecht aus – und Marius Kleinsorge traf zum 1:3.

Vermeij trifft den Pfosten

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff tauchte Kleinsorge erneut frei vor dem Duisburger Tor auf, Leo Weinkauf verhinderte jedoch das 1:4. In der 56. Minute folgte der nächste Aussetzer in der Defensive: Wieder sah Compper schlecht aus – Weinkauf rettete aber gegen Undav.

Nach gut einer Stunde brachte Torsten Lieberknecht mit Ahmet Engin und Petar Sliskovic – beide spielten in dieser Saison bislang kaum eine Rolle – zwei offensiv ausgerichtete frische Leute. Doch die Zebras schafften es weder, den Gegner konsequent unter Druck zu setzen, noch ihre Spielidee auf die Platte zu bringen.

Die Gäste konnten sich auf Konter konzentrieren und waren damit das gefährlichere Team. Der Mann des Abends, Marius Kleinsorge, traf in der 75. Minute den Pfosten. Danach landete der Ball im Netz, der Schiedsrichter erkannte aber – zurecht – auf Abseits. Zwei Minuten später bereitete Kleinsorge dem MSV erneut Sorgen, er verzog jedoch freistehend.

Der MSV verbuchte die erste hochkarätige Chance im zweiten Durchgang in der 85. Minute. Hier kam dann auch noch Pech hinzu. Vincent Vermeij köpfte den Ball an den Pfosten, Mickels setzte den Nachschuss in den Nachthimmel.

Moritz Stoppelkamps Fazit: „Nach dem Superstart haben wir gedacht, es läuft von selbst. Aber Meppen hat das eiskalt gemacht.“

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