MSV Duisburg

MSV Duisburg: Magdeburgs Sieg verschärft die Situation

Stanislav Iljutcenko war gegen Ingolstadt erfolgreich. Er will auch gegen den 1. FC Köln treffen.

Stanislav Iljutcenko war gegen Ingolstadt erfolgreich. Er will auch gegen den 1. FC Köln treffen.

Foto: Weihrauch

Duisburg.   Durch den Magdeburger Überraschungssieg beim HSV hat sich die Situation für den MSV Duisburg verschärft. Am Mittwoch kommt Spitzenreiter Köln.

Das Wetter ist stabil, in den letzten Tagen hat auch niemand den Rasen in der Schauinslandreisen-Arena zerstört. Somit dürfte es im zweiten Anlauf klappen: Der MSV Duisburg erwartet am Mittwoch um 18.30 Uhr Spitzenreiter 1. FC Köln im Nachholspiel zum Zweitliga-Kick.

Am 17. März war die Partie ausgefallen. Zwei Tage zuvor hatten die Drittliga-Fußballer des KFC Uerdingen und von Fortuna Köln im Dauerregen das Geläuf auf links gedreht, sodass am Ende sogar ein neuer Rasen her musste.

Auf dem neuen Grün lief es für die Heimmannschaften bislang nicht gut. Der KFC Uerdingen unterlag bei der Premiere dem 1. FC Kaiserslautern mit 2:4 – mit demselben Ergebnis verloren die Zebras am vergangenen Samstag dem FC Ingolstadt. Nach dem Magdeburger Sieg in Hamburg wäre dieses oder ein vergleichbares Resultat Gift für die Zebras. Bei fünf Punkten Rückstand auf die Plätze 15 und 16 ist selbst gegen den souveränen Spitzenreiter 1. FC Köln ein Sieg dringend notwendig.

Der MSV-Trainer verteidigt Baffoe

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht hätte sich natürlich ein anderes Ergebnis im Hamburger Volkspark gewünscht. Der 45-Jährige ist aber noch lange nicht bereit, die Flinte ins Korn zu werfen. „Es gibt solche Momente wie diesen“, sagt Lieberknecht und schiebt nach: „Ich habe immer gesagt, dass der Kampf um den Klassenerhalt nicht einfach ist.“

Nach dem Ingolstadt-Spiel gab es viel Diskussionsstoff – auch bei den Fans. Am Dienstag brach der Trainer eine Lanze für Innenverteidiger Joseph Baffoe, der nach seinem missglückten Debüt im Zebra-Dress viel Kritik einstecken musste. Der Schwede habe – trotz des von ihm verschuldeten Elfmeters – ein solides Debüt gezeigt. Lieberknecht berief sich dabei auch auf die Einschätzung von Individualtrainer Branimir Bajic. Und der war nun einmal einer der schillerndsten Innenverteidiger der MSV-Geschichte. Der Mann ist eben vom Fach. Selbst einen Einsatz gegen Köln würde Lieberknecht Baffoe zutrauen. Nun ja – trotzdem dürfte Gerrit Nauber, dessen Sperre abgelaufen ist, heute den Vorzug erhalten.

Der Trainer sprach am Dienstag auch über Schiedsrichter und Innenraumverweise. Im Ingolstadt-Spiel hatte es ihn schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen erwischt: Er musste auf die Tribüne. Die Rolle des bösen Buben an der Seitenlinie will er nur bedingt gelten lassen. „Ich bin so, wie ich bin. Ich habe in den letzten Wochen für mein Verhalten viel Lob bekommen“, berichtete der Trainer. Und er werde auch künftig an der Linie für seine Mannschaft Partei ergreifen: „Ich werde noch öfter am Rad drehen.“

Aufregung im Netz

Lieberknecht betonte, dass er nicht die Schiedsrichter als Schuldige der aktuellen Situation sehe, dass es immer noch am Team liege, wenn es erfolglos ist, „Aber es ist die Summe der Entscheidungen. Und darüber haben wir uns geärgert.“ Am vergangenen Samstag habe der Unparteiische einen Foulelfmeter für Stanislav Iljutcenko nicht gegeben und zudem bei zwei Gegentoren Abseitsstellungen nicht erkannt.

MSV-Präsident Ingo Wald hatte sich am Montag im Fachblatt „Kicker“ ebenfalls über die Schiris geäußert: „Ich glaube, dass da mit zweierlei Maß gemessen wird.“ Der MSV veröffentlichte dieses Zitat am Montag in den sozialen Medien und erhielt dabei allerdings nicht die Reaktionen, die er sich wohl erhofft hatte. Der Großteil der Internet-Gemeinde reagierte mit Empörung.

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