Analyse

MSV Duisburg steht nach Pleite in Paderborn am Abgrund

Mit dem MSV Duisburg in großer Abstiegsgefahr: Trainer Torsten Lieberknecht.

Mit dem MSV Duisburg in großer Abstiegsgefahr: Trainer Torsten Lieberknecht.

Foto: dpa

Paderborn.  Nach dem 0:4 beim SC Paderborn liegt der MSV Duisburg sieben Punkte hinter Rang 15. Den Zebras bleibt nur die vage Hoffnung auf den Zweitliga-Klassenerhalt per Relegation.

Der MSV Duisburg stürzt dem Abstieg aus der Zweiten Liga entgegen. Die Zebras verloren das Gastspiel beim SC Paderborn mit 0:4 (0:2). Die Gastgeber vor 11.111 Zuschauern wahrten ihre Chance auf den Sprung in die Bundesliga. Der Tabellensiebzehnte nutzte beste Chancen nicht und war in der Abwehr mehr als einmal indisponiert.

Zum dritten Mal in Folge kassierten die Meidericher vier Gegentore. Durch den 3:1-Heimsieg des SV Sandhausen liegt das rettende Ufer sieben Punkte entfernt. Da bleibt die vage Hoffnung auf Klassenerhalt per Relegation. Da sind es fünf Spieltage vor der Schlussabrechnung nur „vier“ Punkte gegenüber dem SC Magdeburg. Die Heim-Niederlage des Konkurrenten nannte MSV-Trainer Torsten Lieberknecht die einzig gute Nachricht des Tages. Am kommenden Samstag (13 Uhr) erwarten die Duisburger den SV Sandhausen im heimischen Stadion. Torhüter Felix Wiedwald machte ohne Umschweife deutlich: „Das Spiel muss mit aller Macht gewonnen werden.“

Lieberknecht lobt Effektivität der Paderborner

Was es dazu braucht, beschrieb der erneut stark spielende Keeper ebenfalls: „Wir müssen hinten wieder stabiler stehen.“ Der Trainer lobte die Effektivität des Gegners und sprach aber auch davon „dass die Tore von uns aufgelegt wurden.“ Tim Albutat stand beim 0:1 durch Philipp Klement (26.) neben sich und wusste das 0:2 durch Babacar Gueye (42.) nicht zu verhindern. Bei Bernard Tekpeteys 0:3 (59.) lief der MSV nach eigener Ecke in einen Konter. Vor dem 0:4 durch Sebastian Vasialidis (79.) arbeitete Kapitän Gerrit Nauber unfreiwillig dem Gegner zu.

Trotzdem war mehr drin als Frust. Aber die Chancenauswertung der Gäste war nicht einmal drittklassig. Stanislav Iljutcenko, Moritz Stoppelkamp und Cauly Souza schossen aus bester Position vor der Pause nur Fahrkarten, die für eine Reise im nächsten Jahr nach Meppen reichen. Nach der Pause zeigten sich erneut Stoppelkamp und der eingewechselte John Verhoek verschwenderisch im Umgang mit besten Gelegenheiten. Paderborns Trainer Steffen Baumgart sagte über das Glück seiner Mannschaft: „So ein Spiel gewinnst du nur, wenn du oben stehst.“ Der MSV steht unten und am Abgrund.

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