Spielbericht

MSV Duisburg ärgert sich über Schiedsrichter-Entscheidung

Hier trifft Stefan Kutschke zum 1:0 für den FC Ingolstadt.

Hier trifft Stefan Kutschke zum 1:0 für den FC Ingolstadt.

Foto: firo Sportphoto/Marcel Engelbrecht / firo Sportphoto

Ingolstadt.  Der MSV Duisburg hat mit 2:3 beim FC Ingolstadt verloren. Der Schiedsrichter verweigerte den Gästen kurz vor Schluss einen Foulelfmeter.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Neue Saison, alter Ärger: Bereits am zweiten Spieltag der Fußball-Drittliga-Saison müssen sich Spieler und Verantwortliche des MSV Duisburg über eine Schiedsrichter-Entscheidung ärgern. Schiri Matthias Jöllenbeck verweigerte dem MSV kurz vor Schluss einen Foulelfmeter. So verlor der MSV am Samstag vor 5697 Zuschauern beim Mitabsteiger FC Ingolstadt mit 2:3 (0:1).

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht setzte in Ingolstadt auf die Startelf, der er schon in der Vorwoche beim 4:1-Sieg über die SG Sonnenhof Großaspach das Vertrauen geschenkt hatte. Die angeschlagenen Joshua Bitter und Vincent Vermeij gaben rechtzeitig grünes Licht. Allerdings musste Sebastian Neumann, der für einen Platz auf der Bank vorgesehen war, vor dem Spiel das Handtuch werfen. Der Innenverteidiger zog sich beim Aufwärmen eine Knieverletzung zu. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Beim FC Ingolstadt war für Michael Heinloh die Partie schon nach fünf Minuten beendet. Der Rechtsverteidiger zog sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Für ihn kam in der siebten Minute Georgios Pintidis ins Spiel.

Beister trifft doppelt

Der MSV, der erstmals in seinen leuchtend gelben Auswärtstrikots spielte, setzte seine Akzente zunächst vor allem auf der rechten Seite. So kam über rechts auch die erste Großchance des Spiels zustande. Moritz Stoppelkamp setzte sich in der 13. Minute auf dem Flügel durch, doch Lukas Daschner hatte im Zentrum Probleme mit der Ballannahme. Dem Blondschopf versprang die Kugel in aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite machte es Maximilian Wolfram drei Minuten später besser. Allerdings verfehlte er aus zehn Metern das Duisburger Tor.

In der 32. Minute jubelten die Gastgeber jedoch. Peter Kurzweg setzte sich auf der rechten Seite durch. Gleich drei MSV-Spieler versäumten es, den Ball bei Kurzwegs Flanke zu klären, sodass FCI-Kapitän Stefan Kutschke aus zwölf Metern zum 1:0 ins untere linke Eck traf.

Nach der Pause hatten die Schanzer zunächst mehr vom Spiel. Der MSV hatte große Probleme, im defensiven Mittelfeld Bälle zu erobern und zu behaupten. Vor allem Neuzugang Yassin Ben Balla bekam keinen Zugriff. Ingolstadt nutzte die Überlegenheit im Mittelfeld in der 58. Minute entscheidend aus. Maximilian Beister erkämpfte sich den Ball, ließ Lukas Boeder aussteigen und traf zum 2:0.

Daschner gelingt der Anschlusstreffer

Die Zebras schlugen jedoch schnell zurück. Auf Zuspiel von Joshua Bitter traf Lukas Daschner in der 60. Minute zum 1:2. Zwei Minuten später kam Daschner erneut zum Schuss, die Ingolstädter konnten ihn jedoch abblocken. Torsten Lieberknecht brachte Ahmet Engin für Tim Albutat und richtete sein Team damit offensiver aus.

Der Duisburger Aufschwung währte jedoch nicht lange. Maximilian Beister erhöhte in der 71. Minute auf 3:1 für die Gastgeber. Der FCI-Neuzugang aus Uerdingen ließ Marvin Compper und Yassin Ben Balla aussteigen und traf mit einem sehenswerten Distanzschuss. Lieberknecht brachte in der 77. Minute Petar Sliskovic für Ben Balla. Ingolstadt vergab weitere Torchancen und verpasste so die Entscheidung. In der 86. Minute brachte Moritz Stoppelkamp die Zebras mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 wieder zurück ins Spiel. Eine Minute später brachte Peter Kurzweg Lukas Daschner im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied jedoch nicht auf Elfmeter. „Er hat mir das Standbein weggezogen. Das war ein klarer Elfmeter“, ärgerte sich nicht nur Daschner nach der Partie. „Wir hatten da Glück“, gab FCI-Trainer Jeff Saibene zu.

Der MSV verbuchte aus den ersten beiden Spielen einen Sieg und eine Niederlage. Am Mittwoch steht nun das Heimspiel gegen Preußen Münster (19 Uhr) an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben