2. Bundesliga

Niederlage im Kellerduell: Herber Rückschlag für den MSV

Fassungslosigkeit bei den Zebras: Enis Hajri (rechts) und Stanislav Iljutcenko.

Fassungslosigkeit bei den Zebras: Enis Hajri (rechts) und Stanislav Iljutcenko.

Foto: firo/Volker Nagraszus

Duisburg.  Der MSV Duisburg rutscht durch die 2:4-Niederlage gegen den FC Ingolstadt auf den letzten Platz ab. Lieberknecht und Grlic auf der Tribüne.

Verteidiger Kevin Wolze schlug vor Wut gegen die Überdachung der Trainerbank und knallte einen Getränkekasten auf den Boden. Es hat gegen den Tabellenletzten nicht erreicht. Der MSV Duisburg unterlag am Samstag vor 14.127 Besuchern in der Schauinsland-Reisen-Arena dem FC Ingolstadt mit 2:4 (0:1). Damit rutschten die Zebras auf den letzten Platz ab. Der Rückstand zu Rang 15 beträgt nun fünf Punkte. Hinzu kommt das schlechte Torverhältnis.

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht entschied sich in der Innenverteidigung für Joseph Baffoe für den gesperrten Kapitän Gerrit Nauber. U-19-Spieler Vincent Gembalies saß auf der Bank. Im Angriff war Stanislav Iljutcenko, der zum ersten Mal das Team als Kapitän aufs Feld führte, als Spitze unterwegs, John Verhoek musste sich mit der Reservistenrolle begnügen. Auch Mittelfeldspieler Lukas Fröde stand nicht in der Startelf. Moritz Stoppelkamp feierte hingegen ein Comeback in der Startaufstellung.

Wiedwald mehrfach auf dem Posten

Die erste Chance verbuchten die Gäste. Dario Lezcano spielte Baffoe aus, MSV-Torwart Felix Wiedwald war beim Schuss des Ingolstädters jedoch auf dem Posten (8.). Drei Minuten später setzte sich Stoppelkamp auf der linken Seite gut in Szene, setzte den Schuss jedoch über das Tor.

In der 21. Minute bediente Fabian Schnellhardt Kevin Wolze mit einem langen Pass, Wolze scheiterte jedoch an FCI-Keeper Philipp Tschauner. Zwei Minuten später war Wiedwald hellwach, als er den Ball nach einer Bogenlampe von Stefan Kutschke über die Latte lenkte.

In der 32. Minute schlug es dann im Duisburger Tor ein. Phil Neumann flankte von der rechten Seite, in der Duisburger Innenverteidigung kümmerte sich niemand um Lezcano, der ungehindert zum 0:1 einköpfen konnte.

In der 42. Minute vergab der MSV gleich zweimal den Ausgleich. Erst verzog Wolze und traf neben das Tor. Beim nächsten Duisburger Angriff rettete Torwart Tschauner für die Gäste gegen Stoppelkamp, der frei durch war.

Traumstart nach der Pause

Nach der Pause legte der MSV einen Traumstart hin. Nach nur 18 Sekunden zappelte der Ball im Netz der Gäste. Cauly Oliveira Souza flankte von rechts, und Stanislav Iljutcenko köpfte zum 1:1 ein. Die Zebras fassten neuen Mut, waren nun präsenter, gingen aggressiver zur Sache.

Das Spiel kippte wieder mit einem kuriosen Handspiel im Duisburger Strafraum in der 60. Minute. Joseph Baffoe fiel – ohne gegnerische Einwirkung – hin und spielte dabei den Ball mit der Hand. Schiedsrichter Kempter zeigte sofort auf den Punkt – eine korrekte Entscheidung. Trotzdem tobten die Duisburger Fans auf den Rängen. An der Seitenlinie lagen die Nerven blank. Nach einem Wortgefecht mit dem Vierten Offiziellen musste Trainer Torsten Lieberknecht auf die Tribüne – bereits zum zweiten Mal in dieser Saison. Auch Sportdirektor Ivica Grlic musste den Innenraum verlassen. Nach dem Tumult trat Dario Lezcano zum Elfmeter an und traf zum 1:2 (61.).

Die Partie wurde immer hitziger. Für Tim Albutat kam, Stürmer John Verhoek ins Spiel (67.). Kurze Zeit später lag den Duisburger Fans der Torjubel auf den Lippen. Joseph Baffoe köpfte den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten, Verhoek setzte den Nachschuss ans Außennetz (73). Fünf Minuten später lief Stoppelkamp wieder alleine auf das Gästetor zu, Tschauner war erneut mit einer Fußabwehr zur Stelle. „Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe. Ich hätte meine Chancen nutzen müssen“, gab sich Stoppelkamp selbstkritisch.

In der 90. Minute machte Baffoe in der Abwehr erneut eine schlechte Figur. Sonny Kittel spielte ihn aus und traf zum 1:3. Spannend wurde es noch einmal in der dritten Minute der Nachsielzeit, als Kevin Wolze einen Freistoß aus 20 Metern zum 2:3 in den Winkel setzte. In der fünften Minute der Nachspielzeit sorgte Thomas Pledl mit dem 2:4 den Schlusspunkt.

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