MSV Duisburg

Traum-Debüt für Lieberknecht: MSV siegt beim 1. FC Köln

Freut sich über drei Punkte: der neue MSV-Trainer Torsten Lieberknecht.

Freut sich über drei Punkte: der neue MSV-Trainer Torsten Lieberknecht.

Foto: imago

Köln.  Besser hätte Trainer Torsten Lieberknecht nicht beim MSV Duisburg starten können. Der MSV schaffte beim Spitzenreiter Köln eine Überraschung.

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Montagabend, ein Westduell unter Flutlicht, 49.600 Zuschauer im ausverkauften Kölner Stadion: Torsten Lieberknecht durfte sein Debüt als neuer Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg vor einer stimmungsvollen Kulisse geben. Der 45-Jährige präsentierte sich an der Seitenlinie engagiert, klatschte immer wieder in die Hände, gab seinen Spielern Anweisungen. Und am Ende durfte er sogar jubeln: Mit dem überraschenden 2:1 (1:1)-Erfolg beim Tabellenführer 1. FC Köln feierte der Pfälzer einen Einstand nach Maß. Die Zebras verbuchten den ersten Saisonsieg.

„Wir haben mit dem Sieg den ersten Schritt gemacht“, sagte Lieberknecht. „Wir haben uns speziell auf Köln vorbereitet. Es war eine Taktik-Schlacht. Mein Vorgänger Ilia Gruev hat mir eine intakte Mannschaft hinterlassen.“ Im Mittelfeld hatte Lieberknecht nicht wie Gruev auf eine Doppelsechs, sondern auf eine Raute gesetzt: Lukas Fröde besetzte die defensive Position in der Zentrale. Auf der rechten Außenbahn spielte Cauly Oliveira Souza, auf der linken Fabian Schnellhardt. Im offensiven Mittelfeld kam Borys Tashchy zum Einsatz. Den Angriff bildeten Joseph-Claude Gyau und Stanislav Iljutcenko.

MSV Duisburg verteidigt im Kollektiv

Die Systemänderung zeigte Wirkung: Die Gäste dominierten die Partie in der Anfangsphase. Die Duisburger verteidigten im Kollektiv, zeigten sich bissig, schalteten zudem nach Ballgewinnen schnell um. Souza scheiterte mit einem Flachschuss in der 2. Minute noch an FC-Torwart Timo Horn. In der 9. Minute erzielte der Brasilianer aber die Führung: Jonas Hector hatte den Ball nach einer Ecke vor die Füße von Souza befördert. Souza zog aus der zweiten Reihe volley mit einem Linksschuss ab – 1:0.

Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang tat sich derweil schwer, kam aber ebenfalls nach einem ruhenden Ball zum Ausgleich: Lasse Sobiech verlängerte eine Ecke am ersten Pfosten, Hector traf per Kopf (35.). Auf der Gegenseite lenkte Horn einen Kopfball von Dustin Bomheuer kurz vor der Pause an die Latte (44.).

Köln übernahm in Hälfte zwei zwar das Kommando, entwickelte aber keine richtige Durchschlagskraft. Ein Eigentor von Matthias Bader, der den Ball nach einer Flanke von Ahmet Engin ins FC-Netz lenkte, ließ Duisburg schließlich jubeln (73.).

Der MSV verließ durch den Sieg den letzten Tabellenplatz und belegt jetzt Rang 16. Das nächste Spiel steht nach der Länderspielpause am 22. Oktober auf dem Programm. Dann ist der FC St. Pauli zu Gast in Duisburg. Torsten Lieberknechts Ziel könnte dann lauten, diesmal drei Punkte zuhause zu behalten – bei seinem Heimdebüt, an einem Montagabend.

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