Iljutcenko

Warum Iljutcenkos MSV-Tor gegen Union zu erwarten war

Stanislav Iljutcenko jubelt über seinen Treffer zum 1:1, Cauly Oliveira Souza jubelt mit.

Foto: firo

Stanislav Iljutcenko jubelt über seinen Treffer zum 1:1, Cauly Oliveira Souza jubelt mit. Foto: firo

Duisburg.  Der MSV Duisburg hat gegen Union Berlin erst spät den 1:1-Ausgleich geschossen. Und wer hat getroffen? Natürlich Stanislav Iljutcenko.

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Beim 1:1 (0:0) in der zweiten Liga zwischen dem MSV Duisburg und Union Berlin schoss Stanislav Iljutcenko den Ausgleich. Das war auch zu erwarten.

Denn der russische Stürmer hat eine eingebaute Torgarantie, wenn es gegen die „Eisernen“ geht. In den vergangenen drei Partien erzielte Iljutcenko jedes Mal das 1:1 gegen Union Berlin. So auch am 12. Spieltag der diesjährigen Saison, als er in der 87. Minute nach toller Vorarbeit von Kevin Wolze wuchtig zum 1:1 einköpfte. Der wichtige Ausgleichstreffer hielt die Mini-Serie des MSV von drei ungeschlagenen Partien am Stück aufrecht. Auch für Iljutcenko selbst war das Tor ein echter Brustlöser. Denn es war sein erster Saisontreffer.

Schon im März 2016, beim bis dato letzten Aufeinandertreffen beider Teams in der Liga, markierte der 27-Jährige mit einem spektakulären Fallrückzieher den Ausgleich. Fünf Monate später trafen Union Berlin und der MSV Duisburg dann in der ersten Runde des DFB Pokals erneut aufeinander. Bis zur 67. Minute führten die Berliner in dem Spiel mit 1:0. Doch dann kam - wer auch sonst - Stanislav Iljutcenko. Und erneut stand es 1:1. Für die Hauptstädter wird der 1,89 Meter Mann immer mehr zum echten Schreck. Er selbst hat aber keine wirkliche Erklärung dafür, warum es ausgerechnet gegen die Mannschaft von Jens Keller so gut klappt.

Gruev hatte Traumbilanz gar nicht auf dem Schirm

„Ich habe eine gute Statistik gegen Union, das stimmt“, sagte Iljutcenko: „Erklären kann ich mir das auch nicht, das ist wohl einfach so. Ich bin ja nicht der einzige Spieler, der einen Lieblingsgegner hat.“ Bei ihm sei das dann eben Union Berlin. Dass ihm der Treffer guttut, sah man ihm deutlich an: „Ich hatte in den Spielen davor nicht das nötige Glück. Heute ist der Knoten endlich geplatzt.

In der zweiten Halbzeit wurde der gebürtige Russe für den glücklosen Kingsley Onuegbu eingewechselt. Zuvor musste Iljutcenko 67 Minuten lang auf der Bank schmoren. Doch das war ihm offenbar egal. Er gönne es seinen Sturmpartnern, wenn sie spielen: „Wichtig für uns ist, dass es vorne funktioniert.“ Dann sei es auch egal, wer am Ende auf dem Platz stehen würde. Beim Betreten des Platzes gab ihm Trainer Ilia Gruev noch ein paar Worte mit auf den Weg, wünschte ihm viel Glück. Dabei vergaß der Bulgare, dass er den Ausgleich quasi das ganze Spiel auf der Bank hatte.

„Ich wusste gar nicht, dass er in den vergangenen beiden Spielen gegen Union getroffen hat“, sagte Gruev auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Eine Einsatzgarantie für die nächste Partie gegen Berlin wollte er seinem Stürmer zwar nicht geben, hatte aber dennoch lobende Worte parat: „Er hat das nach seiner Einwechslung sehr gut gemacht. Ich freue mich für ihn.“ Am kommenden Wochenende beim SV Sandhausen will Iljutcenko nachlegen. Vielleicht sollte er dabei einfach denken, er würde gegen Union Berlin spielen.

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