Pyro-Eklat

Pyro-Eklat: Mats Hummels feiert die friedlichen Rostock-Fans

Eine Pyrofackel fliegt in Richtung des Hansa-Blockes.

Foto: firo

Eine Pyrofackel fliegt in Richtung des Hansa-Blockes. Foto: firo

Essen.  Beim DFB-Pokalspiel zwischen Rostock und Berlin flogen Pyrofackeln durchs Stadion. Doch Hansa-Fans sangen: "Und Ihr wollt Hansa Rostock sein."

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Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen Drittligist Hansa Rostock und Europa-League-Teilnehmer Hertha BSC wird den meisten Zuschauern nicht aufgrund des Resultats in Erinnerung bleiben. Der Favorit aus Berlin setzte sich durch Tore von Mitchell Weiser (86.) und Vedad Ibisevic (90.+2) mit 2:0 durch und erreichte die zweite Runde.

Im Fokus der Öffentlichkeit stand nachher aber das Geschehen auf den Rängen. Im Gästeblock wurde mehrfach Pyrotechnik gezündet, Raketen flogen in Richtung der Rostocker Zuschauer. Hansa-Anhänger setzten ein gestohlenes Hertha-Banner in Brand, auch Sitzschalen wurden angezündet. Schiedsrichter Robert Hartmann unterbrach das Spiel zweimal, einmal für zwei, dann für 18 Minuten. Auf einen Spielabbruch verzichtete der Unparteiische.

Aber: Der große, friedliche Teil der Rostocker Fans zeigte eine bemerkenswerte Reaktion auf die Vorkommnisse. Deutlich hörbar waren die Gesänge "Und Ihr wollt Hansa Rostock sein". Der Großteil der insgesamt 22.400 Zuschauer im Ostseestadion war offensichtlich nicht einverstanden mit den Vorkommnissen in den Fankurven.

Hummels lobt: "Was für eine starke Reaktion der Fußballfans"

Besonders gut gefiel dieser Gesang auch einem deutschen Nationalspieler. Mats Hummels vom FC Bayern München feierte die Reaktion der friedlichen Anhänger auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Was für eine starke Reaktion der Fußballfans", lobte Hummels, der nach eigenem Bekunden vor dem Fernseher Gänsehaut bekam.

Hummels erhielt auf Twitter viel Zustimmung für seine Aussage. Die Verantwortlichen der beiden Klubs zeigten sich derweil entsetzt nach dem Pyro-Eklat. Hansa-Trainer Pavel Dotchev erklärte: "Wir distanzieren uns davon, wir können so was nicht ändern, nur versuchen, Vorbilder zu sein." Hertha-Manager Michael Preetz sagte: "Das sind Handlungen, die niemand in einem Fußballstadion haben will." (tm)

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