Regionalliga

Wattenscheid 09 will sich bei RW Essen nicht verstecken

Trifft mit Wattenscheid auf seinen Ex-Klub Essen: Tolga Cokkosan (l.)

Trifft mit Wattenscheid auf seinen Ex-Klub Essen: Tolga Cokkosan (l.)

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.  Gleich neun Ex-Essener stehen im Kader der SG Wattenscheid 09. Beim Regionalliga-Derby am Freitag an der Hafenstraße will 09 Favorit RWE ärgern.

Mehr Derby geht nicht: Wenn Rot-Weiss Essen am Freitagabend die SG Wattenscheid 09 empfängt (19.30 Uhr, Hafenstraße), feiern gleich neun Wattenscheider Spieler ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Klub. Und die meisten von ihnen dürften auch zum Einsatz kommen.

Gegen Bergisch Gladbach, beim 0:1-Rückschlag der SG 09 am vergangenen Samstag, legten zwei der drei Ex-Essener los, die nach der vergangenen Saison an die Lohrheide wechselten: Tolga Cokkosan und Nicolas Hirschberger. Letzter musste wegen einer Beckenprellung ausgewechselt werden, er zählt aber auf jeden Fall zum Kader am Freitag. Ob Innenverteidiger Boris Tomiak, der nach seiner Sperre gegen Bergisch Gladbach nur auf der Bank saß, bei RWE spielen wird, ließ Trainer Farat Toku noch offen.

Nur Richard Weber ist noch nicht einsatzbereit

Eine rot-weiße Vergangenheit haben zudem Güngör Kaya, Jeffrey Obst, Emre Yesilova und Marwin Studtrucker, die alle zuletzt zum Einsatz kamen bei der SG 09. Hinzu kommen Yannick Geisler, der allerdings nur in der Jugend und der zweiten Mannschaft bei RWE spielte von 2011 bis 2014, und Richard Weber. Der 28-jährige Innenverteidiger, der von Schalke 04 II zur SG 09 gewechselt ist in diesem Sommer und wegen einer Sehnenreizung im Knie bisher ausfiel, ist in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ein Einsatz in Essen käme noch deutlich zu früh. Ansonsten sind alle Wattenscheider einsatzbereit.

Farat Toku ist seit Januar 2015 Trainer der SG Wattenscheid, und er hat es nicht nur alljährlich unter schwierigsten Bedingungen geschafft, mit stets neu formierten Teams die Regionalliga zu halten. Er hat auch eine beeindruckende Bilanz gegen den in fast jeder Hinsicht doch übermächtigen Nachbarn vorzuweisen: In Essen hat Toku in vier Spielen noch nie verloren (zwei Remis, zwei Siege), in der Vorsaison gewann sein Team mit 3:2 - es war ein großer Schritt zum Klassenerhalt. Mit zwei Remis, zwei Niederlagen und einem Sieg lässt sich auch die Heimbilanz von Tokus SG 09 gegen RWE sehen.

Wattenscheid will in Essen mutig auftreten

Aber nicht nur deshalb fährt Wattenscheid, mit vier Punkten aus vier Spielen Tabellenelfter, nicht ohne Hoffnungen nach Essen. „Wir haben nichts zu verlieren“, verweist Toku auf die klare Außenseiterrolle seiner Mannschaft. „Aber wir haben einen Plan, wir wollen RWE ärgern“, sagt der Coach. „Wir wollen mutig auftreten und unser Spiel durchziehen. Wir werden mit Sicherheit nicht 90 Minuten lang mauern.“

RWE: Mit neuem Trainer und 15 Zugängen zum Aufstieg

RWE hat bisher dreimal 2:1 gewonnen und zuletzt beim neuen Spitzenreiter SV Rödinghausen 1:1 gespielt. Mit frischem Geld gesegnet, unter anderem dank des Einstiegs des Modedesigners Naketano, hat sich Essen runderneuert: 15 neue Spieler kamen an die Hafenstraße, darunter gestandene Zweit- und Drittliga-Spieler wie der Ex-Bochumer Dennis Grote (vom Chemnitzer FC) und natürlich Trainer Christian Titz. Der Ex-HSV-Coach löste Karsten Neitzel ab und soll RWE zum Aufstieg führen.

Für Toku ist RWE der klare Favorit auf die Meisterschaft

Für Toku ist RWE der klare Favorit auf die Meisterschaft: „Mit dem Kader kann das nicht anders sein, da gibt es auch keine Ausreden“, sagt der Wattenscheider Trainer. Ein Zeichen für die Kader-Stärke: Der Ex-Wattenscheider Jonas Erwig-Drüppel und der langjährige Führungsspieler Marcel Platzek saßen beim 1:1 in Rödinghausen zunächst nur auf der Bank.

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