Regionalliga

Wuppertaler Krise: "Finanziell und zeitlich zu ambitioniert"

Das Stadion am Zoo in Wuppertal

Das Stadion am Zoo in Wuppertal

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Wuppertal.  Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat eine Stellungnahme zu der prekären finanziellen Lage veröffentlicht. Veränderungen angekündigt.

Am Sonntagabend hatte diese Redaktion berichtet, dass sich der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV in einer sehr schwierigen Finanzsituation befindet. Gegen 20 Uhr tagten die WSV-Verantwortlichen noch und versuchten Lösungen für die prekäre Situation zu finden. Nach den Gesprächen veröffentliche der Verein nun eine offizielle Stellungnahme.

Notwendigkeit, Konzepte anzupassen

Darin teilte der Verwaltungsrat mit: "Die Führung des WSV hat die Winterpause genutzt, die gesteckten Ziele überprüft und neue Ziele für die nächsten Jahre definiert. Die Auswertung der aktuellen Ergebnisse, beispielsweise der Rückgang der Zuschauerzahlen, zeigt, dass die Konzeption ,WSV2020‘ inhaltlich ausgesprochen erfolgreich ist, finanziell und zeitlich aber zu ambitioniert gewesen ist."

Diese Erkenntnis führe zu der Notwendigkeit, "das Konzept anzupassen und umfassende Sparmaßnahmen umzusetzen, um die laufende Saison und die weitere Zukunft des Vereins zu sichern."

Neben Mitarbeitern und Spielern werden am Montag auch der Verwaltungsrat und der Wirtschaftsrat über die Maßnahmen und die Anpassungen der Konzeption in Kenntnis gesetzt. "Vorstand und Verwaltungsrat des WSV bitten um Verständnis, dass die Öffentlichkeit erst anschließend weitere Informationen erhalten kann und Presseanfragen im Moment nicht beantwortet werden können", heißt es.

Fünfstellige Ablösesumme für Kramer

Wie diese Redaktion erfuhr, werden am Montag weitere Gespräche stattfinden. Um 14.30 Uhr werden die fest angestellten Geschäftsstellen-Mitarbeiter über die Sparmaßnahmen im Verein informiert. Eine Stunde später wird dann die Regionalliga-Mannschaft erfahren, dass die finanzielle Situation sehr bedrohlich ist. Für die Spieler bedeutet dies, dass sie noch in der aktuellen Winterpause den Verein verlassen dürfen - ablösefrei! Einzige Ausnahme ist Christopher Kramer. Hier liebäugelt der klamme WSV mit einer mittleren fünfstelligen Ablösesumme.

Der Torjäger ist bis zum 30. Juni an den Verein gebunden. Nach unseren Informationen gibt es zwar Anfragen für Kramer, aber kein Verein, der bereit ist dem Wuppertaler SV eine Ablösesumme zu überweisen.

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