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Relegation: Wiesbaden steigt auf - Ingolstadt am Boden

Jubel bei Wehen Wiesbaden: Der Drittligist hat den Aufstieg gemeistert.

Jubel bei Wehen Wiesbaden: Der Drittligist hat den Aufstieg gemeistert.

Foto: dpa

Ingolstadt.  Auch in der Zweitliga-Relegation setzt sich der Außenseiter durch: Nach einem 3:2-Sieg über den FC Ingolstadt steigt Wehen Wiesbaden auf.

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Der SV Wehen Wiesbaden feiert nach einem Relegations-Krimi die Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga. Die Hessen schockten am Dienstagabend den FC Ingolstadt mit einem 3:2 (3:1)-Auswärtssieg. Damit machte das Team von Trainer Rüdiger Rehm das 1:2 aus dem Hinspiel doch noch wett. Das eine mehr erzielte Auswärtstor entschied am Ende eines ganz engen Duells zugunsten von Wehen Wiesbaden, das nach zehn Jahren in die 2. Liga zurückkehrt.

Für die Ingolstädter endete dagegen nur zwei Jahre nach dem Abstieg aus der Bundesliga eine Katastrophensaison mit dem Sturz in die Drittklassigkeit. Tomas Oral, der fünfte FCI-Trainer der Saison, scheiterte bei seiner Rettungsmission doch noch kurz vorm Ziel.

Daniel-Kofi Kyereh (11. Minute), Maximilian Dittgen (30.) und Björn Paulsen mit einem Eigentor (43.) sorgten für ausgelassenen Jubel des Gäste-Teams, das von Coach Rehm glänzend eingestellt worden war. Der Sturmlauf des FCI nach der Pause führte vor 12 420 Zuschauern nicht mehr zur Wende. Auf das 1:1 von Konstantin Kerschbaumer (13.) folgte nur noch der Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Paulsen (68.).

Wehen mit zielstrebigem Angriffsfußball

Den ungebrochenen Glauben an die Aufstiegschance untermauerten die Wehen Wiesbadener mit zielstrebigen Angriffsfußball. Viele druckvolle Aktionen gingen dabei vom linken Flügel aus. Nach einem Distanzschuss von Lorch, den FCI-Keeper Philipp Tschauner parieren konnte, flankte Dittgen von links. Den Kopfball von Manuel Schäffler spitzelte Kyereh ins Tor. Die Ingolstädter schockte das 0:1 noch nicht. Gleich nach dem Anstoß zog Marcel Gaus mit dem linken Fuß ab. Wehens Torwart Markus Kolke patzte, Kerschbaumer traf im Nachschuss.

Überlegen aber blieb der Drittligist. Die Ingolstädter Abwehr wackelte, der gesperrte Kapitän Almog Cohen fehlte als Stabilisator im Mittelfeld. Hinzu kam beim FCI ein spielerischer Qualitätsverlust in der Offensive ohne den angeschlagenen Spielmacher Sonny Kittel, der erst in der zweiten Hälfte kommen sollte.

45 packende Minuten

Wehen Wiesbaden dominierte - und schlug noch vor der Pause zweimal zu. Ein Konterzuspiel von Moritz Kuhn verwertete Dittgen frei vor Tschauner eiskalt. Dann lenkte FCI-Verteidiger Björn Paulsen einen Distanzschuss von Lorch, der sein Ziel verfehlt hätte, ins eigene Tor. Zwischendurch hatte Schäffler noch eine große Kopfballchance (40.). Wehen Wiesbaden war zur Pause aufgestiegen in die 2. Liga.

Aber es sollten noch 45 packende Minuten folgen. Ingolstadt gab nicht auf. Dario Lezcano prüfte SVW-Keeper Kolke zweimal (51./59.). Auf der anderen Seite verpasste Gökhan Gül mit einem Lattenschuss haarscharf die Entscheidung. Nach Paulsens Kopfball zum 2:3 war alles möglich. Am Ende jubelten aber die Gäste aus Hessen. (dpa)

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