Regionalliga

2:1! Zittersieg für RWE gegen Schlusslicht Bergisch Gladbach

RWE bejubelt das Tor von Daniel Heber (m.).

RWE bejubelt das Tor von Daniel Heber (m.).

Foto: Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services

Bergisch Gladbach.  Nach drei Pleiten in Folge feiert Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West wieder einen Sieg. Das 2:1 (1:0) in Bergisch Gladbach ist glanzlos.

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Rot-Weiss Essen hat die Pflicht erfüllt - viel mehr war es aber auch nicht. Der Favorit von der Hafenstraße kontrollierte gegen Schlusslicht SV Bergisch Gladbach zwar die Partie bis zur Schlussphase und führte auch scheinbar sicher mit 2:0, doch RWE verpasste es, die Partie zu entscheiden. Nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber musste Essen kurz zittern, dann war’s vorbei. Drei Punkte im Sack - Hauptsache.

Nach drei Niederlagen in Folge waren die Rot-Weissen beim Schlusslicht natürlich in der Pflicht. Die Gastgeber hatten bisher gerade einmal sechs mickrige Punkte gesammelt, sechs Tore geschossen und 32 Gegentreffer kassiert. Das ist eindeutig und damit war auch der Außenseiter-Status zementiert.

RWE-Trainer Christian Titz reagierte bei der Wahl seines Personals auf die Negativserie. Es gab einschneidende Umstellungen. Die überraschendste war sicherlich der Wechsel zwischen den Pfosten, wo Jakob Golz die Marcel Lenz ablöste. Unerwartet war auch der Platz in der Startelf von Marcel Platzek, der zuletzt nur auf der Tribüne gesessen hatte. Ayodele Adetula spielte von Beginn an auf der linken Außenbahn, dafür rückte Oguzhan Kefkir in die Mitte. Um es vorweg zu sagen, es war nicht der Tag von Adetula, der noch vor dem Pausenpfiff durch Lucas Dorow ersetzt wurde. Kefkir blieb in Hälfte eins ebenfalls gänzlich ungefährlich, die guten Freistöße mal ausgenommen.

Routinier Dennis Grote saß wie gehabt auf der Bank neben den “Newcomern” Jonas Erwig-Drüppel und Enzo Wirtz, die diesmal von der Tribüne an die Seitenlinie wechseln durften. Den umgekehrten Weg machten die Offensiven Hedon Selishta und Joshua Endres.

Florian Bichler besetzte die rechte Außenbahn, aber auch dort gab’s wie überhaupt im Essener Spiel wenig Wirbel. Die Gäste kontrollierten zwar das Geschehen, doch es fehlten die Ideen, Tempo und Energie, um den gegnerischen Abwehrriegel zu knacken.

Dabei hatten die Essener schon früh alles wohl vorbereitet für einen entspannten Nachmittag. Nach der zweiten Ecke bekam Daniel Heber am langen Pfosten den Ball und schob ihn ein zur 1:0-Führung. Doch bis auf zwei Versuche von Bichler (29.) und Sauerland (36.), die abgeblockt wurden, kam nichts heraus.

Die harmlosen Gastgeber wurden wenn überhaupt kurz vor der Halbzeit gefährlich, als Golz einen Freistoß aus 28 Metern über die Latte lenkte (42.) und wenig später Platzek im eigenen Strafraum eine brenzlige Situation bereinigte. Die verzweifelten Gesten von Trainer Titz kurz vor dem Pausenpfiff waren eindeutig. Er war unzufrieden über den wenig überzeugenden Auftritt seines Teams.

Doch kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, erhöhte RWE und sorgte für mehr Sicherheit. Zunächst verpasste Kefkir mit einem Freistoß das Ziel noch knapp (48.), dann verlängerte der engagierte Platzek nach einer Flanke mit dem Scheitel, hinter ihm stand Bichler, der zum 2:0 traf (54.).

RWE muss am Ende zittern

Danach hatten die Rot-Weissen einige gute Möglichkeiten, um die Führung auszubauen.

Der eingewechselte Grote scheiterte mit dem Kopf (60.), Bichler setzte die Kugel daneben (63.) und Kehl-Gomez’ traf mit seinem Gewaltschuss den Torhüter (72.).

RWE hatte alles im Griff, bis Daniel Heber einen Zweikampf verlor und Patrick Hill einfach mal aus 30 Metern abzog und die Kugel unhaltbar zum 1:2 einschlug. Ein sehenswerter Glückstreffer. Nur RWE bekam plötzlich die große Flatter und verlor die Kontrolle. Einen Freistoß von Kizil aus 16 Metern entschärfte Golz (89.). Aufatmen.

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