Rot-Weiß Essen

Applaus beim Aufgalopp von RWE

Moritz Niebuhr und  Philip Kunz.

Moritz Niebuhr und Philip Kunz.

Foto: WAZ FotoPool

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Zurückhaltung und sportliche Bescheidenheit sind an der Hafenstraße angesagt. Ob RWE überhaupt in der NRW-Liga antreten darf, darüber muss der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband zwar noch befinden, doch ernsthaft zweifelt niemand daran, dass die Lizenz erteilt wird. Am Sonntag haben die Essener mit der Vorbereitung begonnen.

Als die Spieler am Morgen ins Georg-Melches-Stadion einliefen, gab es Applaus. Höflichkeit oder Mutmacher, wie man es nimmt. Da auf dem Trainingsplatz hinter dem Stadion niemand zuschauen darf, weil es nun einmal Sicherheitsvorschriften auf dieser Baustelle gibt, wurde das erste Training kurzerhand auf dem Hauptrasen verlegt. Und beachtliche 500 Zuschauer saßen auf der Tribüne und verfolgten das rege Treiben. Auch Thomas Strunz, der ehemalige Sportliche Leiter, saß ganz oben unterm Dach, mit Töchterchen und ganz privat, wie er versicherte.

Na ja , eine offizielle Begrüßung der Fans wäre schon schön gewesen. Eine nette Geste eben. Auch, um dem Anhang mal Danke zu sagen für das Engagement und dessen Treue in diesen schweren Zeiten. Aber der Klub ist derzeit ja ohne Vorstand. Und vom Aufsichtsrat, der die Geschäfte kommissarisch führt, war auch niemand da.

Während der Übungseinheit gab es manchen Szenenapplaus. Und vor allem die Neuen dürften schon einmal einen Vorgeschmack bekommen haben, dass ihr Engagement hier in Essen möglicherweise ein ganz besonderes werden könnte. „Es sind auch mehr da, als bei den meisten Spielen unserer U 23 in der vergangenen Saison“, sagte Team-Manager Damian Jamro. Auch die eigenen Jungs werden sich natürlich umstellen müssen, weil sie nun als erste Mannschaft den Verein repräsentieren. Das ist schon ein Unterschied. Allein, weil RWE im Lizenzantrag mit 3000 Zuschauern pro Heimspiel kalkuliert hat.

Mit einem Kader von 20 Feldspielern und drei Torhütern plant Waldemar Wrobel die NRW-Liga-Saison. Elf Fußballer gehörten in der Vorsaison der U 23 an. Neun Neue, drei davon sind Torhüter, kommen hinzu. Junge, ehrgeizige Spieler mit einer guten Ausbildung, die ihre Laufbahn noch vor sich haben. Deshalb kennt kaum einer diese Jungs, die die Chance haben, sich zu profilieren.

Aber drei erfahrene Spieler sollen noch hinzukommen. Abwehrspieler Alexander Thamm (früher Schalke 04, derzeit SF Lotte) wäre ein Kandidat, wie Team-Manager Damian Jamro sagt. Offen ist die Zukunft von Michael Lorenz, Patrick Schnier und Michel Harrer, die sich ein Engagement bei RWE aber durchaus vorstellen können. Ebenso wie Mittelfeldspieler Holger Lemke, der ab Montag mittrainieren wird.

Und neben der NRW-Liga-Kader müssen sich Jamro und Wrobel auch noch um Trainer und Spieler für die zweite Mannschaft kümmern, die künftig in der Niederrheinliga spielen soll. Beneiden muss man die beiden um ihren Job sicherlich nicht.

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