Rot-Weiss Essen

Dennis Grote kommt als Häuptling zu Rot-Weiss Essen

Beliebt beim Chemnitzer FC: RWE-Zugang Dennis Grote.

Beliebt beim Chemnitzer FC: RWE-Zugang Dennis Grote.

Foto: imago

Essen.   Dennis Grote, Neuzugang vom Chemnitzer FC, soll der neue Leader im RWE-Mittelfeld werden. Neue Sorgen gibt es um das Knie von Kevin Freiberger.

Rot-Weiss Essen setzt ein erstes Zeichen für die neue Saison auch auf dem Spielfeld: Vom Chemnitzer FC wurde am Montag Dennis Grote verpflichtet, der an der Hafenstraße einen Vertrag bis 2021 erhält.

Der 32-Jährige ist beim souveränen Tabellenführer der Regionalliga Nordost absoluter Leistungsträger und Leader der Mannschaft. Bereits in der vergangenen Saison hatten die Essener die Fühler zum Ex-Bochumer ausgestreckt, doch da war Grote gerade aus der 3. Liga mit den Sachsen abgestiegen – und dies wollte er noch gerade bügeln. „Das spricht für seinen Charakter, nun hat sich wieder ein Fenster aufgetan, und diesmal konnten wir es nutzen“, freut sich RWE-Sportdirektor Jürgen Lucas über die wichtige Personalie.

Aus familiären Gründen zurück in den Westen

Familiäre Gründe – seine Familie lebt in Münster – waren schließlich ein gewichtiger Grund für die Rückkehr in den Fußball-Westen. „Es war mein Wunsch, wieder bei der Familie zu sein, ohne dafür meine Leidenschaft und meinen Ehrgeiz auf dem Fußballplatz opfern zu müssen. Durch den Wechsel zu Rot-Weiss Essen ist genau das gelungen“, so der Neuzugang. Allerdings musste er dafür auf Verständnis seines bisherigen Arbeitgebers hoffen, er hatte in Chemnitz noch ein Jahr Vertrag: „Hier gilt mein Dank ausdrücklich den Verantwortlichen des Chemnitzer FC, die mir den Wechsel ermöglicht haben.“

Erfreulich für RWE, dass man sich beim Werben gegen einige namhafte Mit-Interessenten durchsetzen konnte: „In den Gesprächen haben mich Karsten Neitzel, Jürgen Lucas und Marcus Uhlig mit der Aufbruchstimmung rund um die Hafenstraße angesteckt, und ich möchte dazu beitragen, hier etwas entstehen zu lassen,“ so der Mittelfeldspieler.

Grote soll, so die Hoffnung der Verantwortlichen, in Sachen Durchsetzungsvermögen in 1:1-Situationen, Tor-Vorbereitung und Erfahrung eine neue Qualität in die Mannschaft bringen. Daran hatte es in dieser Saison doch gemangelt. Und es ist natürlich eine Kampfansage an die Etablierten im RWE-Kader, die noch Vertrag über die Saison hinaus haben: „Es wird nicht die einzige Personalie bleiben, wir wollen den Konkurrenzkampf in allen Mannschaftsteilen deutlich erhöhen“, so Lucas, der für die nächsten Tage weitere Vollzugsmeldungen in Sachen Kaderplanung in Aussicht stellte.

Das Knie von Kevin Freiberger zeigt eine Reaktion

Dabei herrsche – vorausgesetzt, alle sind wieder fit – im Offensivbereich wohl der geringste Bedarf. Aber am Montag gab es in dieser Hinsicht auch eine schlechte Nachricht: Das Knie von Kevin Freiberger hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Reaktion gezeigt, aber keine gute. „Wir wollen nicht spekulieren und die weiteren Untersuchungen abwarten, aber die Nachricht hat uns natürlich erst einmal in einen Schockzustand versetzt“, bekennt der Sportdirektor. Vielleicht sei es ja auch „nur“ eine Reaktion auf die Belastung der jüngsten Spiele.

Auch in der Abwehr gibt es die befürchteten Sorgen: Philipp Zeiger hat sich bei seinem Ausfallschritt in Aachen einen Muskelbündelriss zugezogen – mindestens. Das bedeutet für den langen Abwehrchef auf jeden Fall das vorzeitige Saisonende. Ein MRT am Donnerstag soll Aufschluss darüber bringen, ob nicht auch noch eine Sehne in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Kein schöner Wochenbeginn, nun hoffen die Rot-Weissen, dass zumindest zum Ende der Woche Lukas Scepanik und Jonas Erwig-Drüppel wieder ins Training einsteigen.

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