Regionalliga

Für RWE-Youngster Cedric Harenbrock scheint wieder die Sonne

Der junge Cedric Harenbrock hat im Trainingslager schon einige Akzente setzen können.

Der junge Cedric Harenbrock hat im Trainingslager schon einige Akzente setzen können.

Foto: Tilmann Radix / ffs

Rota.  Der Essener Cedric Harenbrock hat im Trainingslager schon Akzente gesetzt. Offensivspieler nimmt neuen Anlauf. Mittwoch Testspiel gegen Würzburg.

Für ihn scheint aktuell wieder die Sonne. Nicht nur, weil sich Cedric Harenbrock bis Sonntag mit Rot-Weiss Essen im Trainingslager an der andalusischen Costa de la Luz befindet. Der 21-Jährige blüht regelrecht auf nach seiner langen Leidenszeit, die ihm zwei Kreuzbandrisse beschert hatten. In Spanien gehört der junge Mann bei den bisherigen Trainingseinheiten zu den auffälligsten Rot-Weissen.

Die 18 Grad Celsius scheinen der Frohnatur aus dem Bergischen richtig gut zu tun. Er feuert präzise Schüsse auf das Tor ab, seine Bewegungen sind rund und er ist schnell unterwegs - sowohl mit als auch ohne Ball am Fuß. „Das Wetter ist super, der Platz ist morgens schön nass und es macht einfach großen Spaß. Es ist schön, dass uns der Verein diesen Tapetenwechsel zum alltäglichen Trainingsbetrieb an der Hafenstraße ermöglicht“, sagt der offensive Mittelfeldspieler.

Spielstarker Offensivmann auf gutem Weg

Der ehemalige Leverkusener scheint einfach froh zu sein, wieder topfit auf dem Platz zu stehen. Er genießt jede Sekunde. Denn er weiß auch, wie die Schattenseite des Sportlerlebens aussieht. Innerhalb kürzester Zeit riss sich Harenbrock zweimal das Kreuzband. Der Pechvogel feierte am 5. Dezember 2019 (beim 9:1 gegen den SV Burgaltendorf, Anm. d. Red.) sein Comeback. Davor hatte er seit dem 15. April 2018 kein Pflichtspiel mehr für Rot-Weiss Essen bestritten.

„Ich wollte den Moment genießen und den Spaß am Fußball zurückgewinnen. Beim Einlaufen ins Stadion habe ich über die schwere Zeit und meinen langen Aufenthalt in der Reha nachgedacht“, reflektierte Harenbrock nach seinem Comeback. Einen guten Monat später ist er wieder einen großen Schritt weiter. Nach der gelungenen Rückkehr befindet sich der spielstarke Offensivmann auf einem guten Weg in die Mannschaft vorzudringen. Ein Startelf-Platz zum Restrunden-Start am 24. Januar (19.30 Uhr) beim 1. FC Köln II ist durchaus realistisch.

Testspiel an diesem Mittwoch gegen Würzburger Kickers

So weit will der Blondschopf zwar noch nicht denken, doch auch er weiß, dass er sich von Tag zu Tag seiner Bestform nähert. „Ich glaube, dass ich mit der Zeit immer besser reinkomme und wieder mehr Vertrauen in mich selbst habe. Am Anfang sind die Schüsse alle daneben gegangen, jetzt klappt viel mehr. Ich bin auf einem guten Weg“, sagt er.

Trainer Christian Titz, der auf spielstarke Akteure wie Harenbrock steht, lässt seine Schützlinge in Rota, in der Nähe von Cadiz, zweimal täglich schwitzen. Die Einheiten sind für 10 und 16 Uhr angesetzt. Außerdem stehen zwei Testspiele auf dem Plan. An diesem Mittwoch (16 Uhr) trifft RWE auf den Drittligisten Würzburger Kickers und am kommenden Freitag auf den Zweitliga-Vertreter Karlsruher SC.

Straffes Programm für eine top Vorbereitung

Ein straffes Programm. Die Spieler finden es gut. Denn der Tabellendritte der Regionalliga West hat in der Restrunde noch einiges vor. RWE will die Spitze erklimmen. Eine top Vorbereitung ist dafür vorausgesetzt. „Hier im Trainingslager ist schön Zug drin. Aber das muss auch sein. Dafür sind wir hier. Wir wollen uns für die Rückrunde super vorbereiten“, betont Harenbrock.

Die Fans, die vor Ort sind - noch sind es etwa 20, am Mittwoch beim Testspiel gegen Würzburg sollen es dann rund 200 sein - sehen schon jetzt, dass in der Mannschaft alles intakt ist. Die Anhänger, die Zuhause geblieben sind, müssen keine Bedenken haben, dass es einen Lagerkoller oder dergleichen geben könnte.

Im Gegenteil - wie Harenbrock erzählt: „In der Mannschaft herrscht eine tolle Stimmung. Wir freuen uns auf die nächsten Tage. Der Trainer hat uns empfohlen nach der sehr intensiven Vormittagseinheit eine kleine Runde zu schlafen. Aber ich glaube nicht, dass das viele Spieler schaffen werden. Nach der zweiten Einheit werden wir sicherlich auch mal die Umgebung und den Strand erkunden oder in den Wellness-Bereich gehen. Wir haben hier wirklich top Bedingungen, die wir ausnutzen wollen.“

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