RWE-Vorstand

Marcus Uhlig hat „richtig Lust“ auf die Arbeit bei RWE

Bilden in nächster Zeit erst einmal ein Team: Marcus Uhlig (l.) und Michael Welling, der seinen Nachfolger mit kontaktiert hatte.

Foto: T.Tillmann

Bilden in nächster Zeit erst einmal ein Team: Marcus Uhlig (l.) und Michael Welling, der seinen Nachfolger mit kontaktiert hatte. Foto: T.Tillmann

Essen.  Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Oberhausen wurde der neue Vorsitzende der Essener vorgestellt. Es gibt eine Übergangszeit mit Michael Welling.

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Im Presseraum des Stadions Essen herrschte am Samstag ein Kommen und Gehen. Die Trainer hatten nach dem Revierderby gerade Platz gemacht, da wurde nach kurzer Unterbrechung die nächste Gesprächsrunde eingeläutet. Aufsichtsrats-Chef Andre Helf hatte noch am Nachmittag den Vertrag gegengezeichnet, die Tinte war noch gar nicht richtig getrocknet, da wurde der Nachfolger für Vorstandschef Michael Welling präsentiert. Am Ende war es keine Überraschung mehr, als der Bielefelder Marcus Uhlig auf dem Podium Platz nahm. Der 47-Jährige wird also wie schon berichtet das „Erbe” Wellings antreten und von seinem baldigen Vorgänger noch eingearbeitet.

Der Neue gilt als Allrounder in Vereinsarbeit

„Die letzte Woche war turbulent und jetzt hatten wir das große Glück, ziemlich schnell ein sehr intensives Gespräch mit Marcus Uhlig geführt zu haben und uns zügig auf ihn geeinigt. Das freut mich persönlich sehr, dass wir diesen Übergang nahtlos und geräuschlos vollziehen können, ich kenne Marcus schon sehr lange und freue mich auf die nächsten gemeinsamen Wochen”, fand der Noch-Vorsitzende warme Begrüßungsworte.

Der Neue hat die Vereinsgremien vor allem mit seiner Fachkompetenz und Vielseitigkeit überzeugt, er gilt als Allrounder in Sachen Vereinsarbeit. Zwölf Jahre arbeitete der studierte Jurist für Arminia Bielefeld und begann seine Tätigkeit zunächst im Bereich Medien und Kommunikation, den er ab 2009 als Pressesprecher des Vereins hauptverantwortlich leitete. In den Jahren danach wurde Uhlig dann Teammanager und bekleidete zuletzt bis 2015 den Posten des Geschäftsführers beim Zweitligisten.

Seit Kindestagen ist Uhlig RWE-Fan

Dass der früher durchaus talentierte Fußballer seit seiner Kindheit schon RWE-Fan ist und in der Jugend sogar eine Anfrage vom Verein hatte, den die Eltern aus schulischen Gründen abbügelten, war für die jetzige Entscheidung zwar nicht ausschlaggebend, verpasst ihm aber einen willkommenen Hauch an Stallgeruch. „RWE ist ein besonderer Verein, dies ist eine besondere Aufgabe. Als die Anfrage kam, brauchte ich nicht lange zu überlegen, ich habe richtig Lust und brenne darauf”, zeigte sich der Neue gleich tatendurstig. Nun wolle er alle im Verein bis hin zum Fanvertreter erst einmal in Ruhe kennen lernen. „Es ist kein Sprung ins kalte Wasser, ich freue mich darauf, dass Michael und ich jetzt erst einmal eine Zeit gemeinsam gehen können, die für mich auch durchaus länger hätte gehen können.”

Wie lange sich der Verein zwei Oberhäupter an der Spitze leisten will, wurde nicht näher erläutert. Aufsichtsrats-Chef Andre Helf versicherte aber: „Wir nehmen uns die Zeit, Marcus Uhlig in Ruhe einzuarbeiten, wir haben keine Hektik.” Das Finanzielle, so Helf, sei dabei kein Problem: „Bei allem, was wir hier machen, stehen immer die Finanzen im Vordergrund. Wir gehen hier nicht blauäugig durch die Gegend und wir spielen hier nicht Prinz Karnerval.”

Selbst nicht kurz vor Hoppeditz-Erwachen.

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