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RWE-Trainer Giannikis leidet unter Privat-Anfeindungen

Argirios Giannikis verlässt Rot-Weiss Essen spätestens zum Saisonende.

Argirios Giannikis verlässt Rot-Weiss Essen spätestens zum Saisonende.

Essen.  Argirios Giannikis steht beim Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem Bonner SC im Mittelpunkt. Seine Abschiedsankündigung wirkt im Umfeld nach.

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Am Freitag steht für Rot-Weiss Essen das erste Liga-Heimspiel 2018 gegen den Bonner SC auf dem Plan. Trainer Argirios Giannikis steht dann wohl erst einmal im Mittelpunkt.

„Du hast schon unmittelbar wenn du rausgehst Berührungspunkte mit den Fans“, berichtete der Fußballlehrer Ende November im Interview mit Reviersport. Auf die Frage, ob er Sorge davor habe, dass die Stimmung kippen könnte, sagte er, dass er sich darüber keine Sorgen mache. Knapp drei Monate später ist sie jedoch gekippt. Und auf die neuen Berührungspunkte mit den Fans hätte er gut und gerne verzichten können.

Wechsel zum VfR Aalen im Sommer

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bonn sprach Giannikis, der dem Verein im Januar mitgeteilt hat, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängert und zum Drittligisten VfR Aalen wechseln wird, über Anfeindungen im Privatleben: „Wenn du auf der Straße bepöbelt wirst, es anonyme Anrufe gibt oder es an der Haustür klingelt und du wirst beschimpft, dann hat es natürlich eine Beeinträchtigung.“ Giannikis weiter: „Wenn dein Privatleben beeinflusst wird, ist ein Punkt erreicht, da ist man Mensch. Das ist nicht schön.“

Marcus Uhlig stärkt seinem Trainer vor dem Heimspiel gegen Bonn den Rücken: "So etwas geht nicht, da werden Grenzen überschritten", sagt der Vorsitzende deutlich und schiebt nach: "Eins ist doch mal Fakt: Agi ist unser Trainer, er geht mit der aktuellen Situation professionell um und macht hier bislang und nach wie vor einen sehr guten Job. Es wäre wirklich sehr hilfreich, wenn die Emotionen rund um das Trainerthema wieder abkühlen. Ich kann nur dahingehend appellieren, dass am Freitag gegen Bonn alle Emotionen positiv auf die Unterstützung unserer Mannschaft gelenkt werden. Alles andere können wir nicht gebrauchen und hilft vor allem auch niemandem. Im Gegenteil: Es schadet RWE.“

Pfeifkonzert an der Hafenstraße erwartet

Um ein Pfeifkonzert beim Verlesen seines Namens bei der Aufstellung wird Giannikis dennoch nicht herum kommen, genauso wie um Fangesänge gegen ihn. „Das ist mein Job, das kann ich ab.“

Er hofft, dass nicht er, sondern seine Mannschaft im Mittelpunkt stehen wird: „Sie hat es verdient, dass sie bedingungslos unterstützt wird und ich hoffe, dass die Unterstützung da ist und sie getragen werden, um das Spiel zu gewinnen.“

Es ist jedoch auch nicht unwahrscheinlich, dass es das letzte Spiel Giannikis' an der Hafenstraße sein könnte. Sobald ein Nachfolger für den Familienvater gefunden ist, soll dieser nach Informationen dieser Redaktion auch sofort das Zepter übernehmen. Dieses Gefühl hat auch Giannikis: „Wenn man die Berichterstattung liest, geht es in diese Richtung. Dies lässt einen nicht kalt, aber ich bin trotzdem für die Mannschaft da.“ Denn sein neuer Klub sei zumindest jetzt noch kein Thema: „Darüber spreche ich erst ab 1.7.“

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