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RWE will sich noch etwas an die Top-Teams heranpirschen

Eine harte Nuss war Bonn schon im Hinspiel, das RWE mit 2:1 gewann. Hier Philipp Zeiger (r.) mit Andreas Dick.Foto: Thorsten Tillmann

Eine harte Nuss war Bonn schon im Hinspiel, das RWE mit 2:1 gewann. Hier Philipp Zeiger (r.) mit Andreas Dick.Foto: Thorsten Tillmann

Essen.   In der Fußball-Regionalliga muss Rot-Weiss Essen beim starken Aufsteiger Bonn eine knifflige Aufgabe lösen. Die RWE-Fans sind nicht zufrieden.

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Im Verbandspokal ist Rot-Weiss Essen nach dem 2:0-Sieg über den Oberligisten SpVg Schonnebeck auf Kurs. Die Essener stehen im Halbfinale, gleichwohl ist der Weg zur Titelverteidigung, zum erklärten Ziel, noch steinig. Drittligist MSV Duisburg ist dabei, der Liga-Rivale Wuppertal ebenfalls. Und RWO hat auch noch die Chance, sich gegen Hilden zu qualifizieren.

Doch ab sofort ist wieder Liga-Alltag angesagt, und da geben sich die Essener kämpferisch. Drei Spiele haben sie noch bis zur Winterpause vor der Brust. Genug Gelegenheit, sich vielleicht etwas näher an das Spitzentrio heranzupirschen. Die erste bietet sich am kommenden Sonntag beim Bonner SC (14 Uhr, Sportpark Nord).

Eigentlich könnte die Mannschaft von Trainer Sven Demandt ganz zufrieden sein und mit breiter Brust auflaufen. Acht Spiele in Serie ist RWE nun ungeschlagen, hat zudem die knifflige Aufgabe im Verbandspokal gelöst. Das ist auf dem Papier okay. Doch das Murren auf den Rängen ist nicht zu überhören. „Man hatte am Mittwoch das Gefühl, als seien wir aus dem Pokal ausgeschieden“, erinnert sich der Sportliche Leiter Jürgen Lucas.

Missmutig haben die Fans die letzten Auftritte ihrer Mannschaft verfolgt und sind nach Schlusspfiff enttäuscht abgewandert. So hatten sie es sich nicht vorgestellt. Der eher rationale als risikoreiche Fußball löst keine Begeisterungsstürme aus, und die fünf Unentschieden in der Erfolgsbilanz haben auch niemanden vom Hocker gerissen. „Fakt ist, dass unsere Leistung in den letzten Spielen nicht immer so war, wie wir uns das gewünscht haben“, sagt Lucas. Man setze aber alles daran, die Defizite auszumerzen. „Nicht nur die Fans, sondern auch wir wären gerne auf Schlagdistanz zur Spitze. Der Abstand ist einfach zu groß.“

Köln hat schon 14 Punkte Vorsprung auf RWE

Das ist in der Tat so. Spitzenreiter Viktoria Köln war zuletzt beeindruckend konstant (sieben Siege in Folge), sodass der Vorsprung zu Rot-Weiss (ein Spiel weniger) auf satte 14 Punkte angewachsen ist. Verfolger Gladbach II hat immerhin auch noch zwölf Zähler mehr als RWE. Und Vierter sind die Essener auch nicht mehr, weil Aachen unter der Woche noch einen Dreier eingesammelt hat. Das Feld hinter dem Spitzentrio steht Schulter an Schulter. Bonn auf Rang zehn hat nur einen Punkt weniger als die Roten.

Dennoch sagt Bonns Trainer Daniel Zillken: „Wir sind Aufsteiger, RWE ein Top-Team der Liga. Da gibt es keine zwei Meinungen: Essen ist klarer Favorit.“ So möchte das Lucas allerdings nicht stehen lassen, zumal sich seine Mannschaft im Hinspiel mächtig ins Zeug legen musste, um die Punkte an der Hafenstraße zu behalten. 0:1 lag sie zurück, Benny Baier und Marcel Platzek besorgten aber schließlich das 2:1.

„Das ist eine richtig gute Mannschaft - ein starker Aufsteiger“, findet Lucas. Und vor allem offensivstark. Die Bilanz von 34:36 Toren lässt dabei leicht auf die Stärken und Schwächen schließen.

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