Fußball-Regionalliga

Corona-Krise: Rot-Weiß Oberhausen geht in die Kurzarbeit

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Fitnessstudios und Sportanlagen sind aktuell geschlossen. Wer nicht auf Sport verzichten möchte, findet im Video ein abwechslungsreiches Workout.

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Oberhausen.  Das Corona-Virus sorgt auch bei Fußball-Vereinen für finanzielle Engpässe. Nun stimmte die Mannschaft von Rot-Weiß Oberhausen für Kurzarbeit.

Bis mindestens 19. April ruht in der Regionalliga West wegen der Corona-Krise der Ball. Um in dieser fußballfreien Zeit ein mögliches „Worst-Case-Szenario“ zu verhindern hat Rot-Weiß Oberhausen bereits frühzeitig Entscheidungen getroffen, um gravierenden finanziellen Problemen vorzubeugen. Nach dem alle Geschäftsmitarbeiter, das Trainerteam und die sportliche Leitung bereits vergangene Woche dem Antrag auf Kurzarbeit zustimmten, hat nun auch die Mannschaft einstimmig nachgelegt. Dies bedeutet, dass nur noch 60 bis 67 Prozent des Gehalts gezahlt wird – für weniger Arbeitsstunden.

„Es ist ein Entscheidung, die natürlich niemanden leicht fällt. Aber es ist in der momentanen Lage alternativlos“, sagt RWO-Präsident Hajo Sommers auf Anfrage dieser Redaktion. Auch weiterhin, so Sommers, werden die RWO-Verantwortlichen an allen möglichen Schrauben drehen, um weitere Kosten einzusparen. „Das betrifft auch Dinge wie die Heizkörper oder den Strom. Hier muss alles abgeschaltet werden, was wir nicht brauchen.“

„Man muss es jetzt beenden, dann kann man aufhören Geld zu verbrennen“

Was den weiteren Spielbetrieb in dieser Saison angeht vertritt Sommers eine klare Position. „Die einzig sinnvolle Entscheidung muss lauten, dass in dieser Saison ab der Regionalliga abwärts kein Fußball mehr gespielt wird. Damit könnten die kleinen Vereine zumindest erstmal planen.“ Denn aktuell würden noch viel zu viele Fragezeichen im Raum stehen. „Wer will in der jetzigen Lage einen Vertrag unterschreiben, sei es Spieler, Trainer oder Sponsor? Man muss es jetzt beenden, dann kann man aufhören Geld zu verbrennen.“

Ein positives Zeichen setzten derweil die RWO-Fans, die bereits 1527 sogenannte Geisterspieltickets gekauft haben. Sommers: „Klar, für Schalke wäre eine solche Zahl nicht viel. Aber für Oberhausen ist das sensationell, wofür ich mich einfach nur bei allen RWO-Anhängern bedanken möchte.“

Geisterspieltickets zum Preis von 19,04 Euro

Die Tickets sind zum Preis von 19,04 Euro erhältlich. Jeder kann sich damit ein Stück RWO-Geschichte sichern, denn noch nie hat es in der 115-jährigen Vereinsgeschichte solch eine Situation gegeben. Jeder Unterstützer erhält nach der Aktion eine Original-Eintrittskarte in einem ganz speziellen goldenen Design. Zudem erhält jeder Käufer einen Zehn-Euro-Fanshop-Gutschein zum Einlösen auf das neue Trikot der kommenden Saison 2020/21. UND er/sie nimmt automatisch an einer exklusiven Verlosung teil: Unter allen Teilnehmern verlost RWO insgesamt zehn Trikots der Saison 20/21, jeweils 25 Dauerkarten für die Revierkraft-Steh- und die STOAG-Sitztribüne, sowie zehn Mal zwei VIP-Tageskarten. Damit sind insgesamt 70 Preise im Lostopf.

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