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Die Reaktionen zum DFB-Pokal-Los von Rot-Weiß Oberhausen

Der Moment der Entscheidung: Die RWO-Fans sind gespannt auf welchen Gegner sie in der ersten Runde des DFB-Pokal treffen werden.

Foto: Sebastian Stachowiak

Der Moment der Entscheidung: Die RWO-Fans sind gespannt auf welchen Gegner sie in der ersten Runde des DFB-Pokal treffen werden. Foto: Sebastian Stachowiak

Oberhausen.   Die Meinungen über das Duell gegen den SV Sandhausen fallen unterschiedlich aus. Viele Fans wollten einen anderen Gegner, Terranova freut sich.

Es war kurz nach 22.30 Uhr im VIP-Raum neben der RWO-Geschäftsstelle. Der entscheidende Moment war gekommen. Losfee Palina Rojinski hatte gerade bei der Auslosung zur ersten Runde des DFB-Pokals die Kugel mit dem Vereinsemblem von Rot-Weiß Oberhausen gezogen. Große Spannung lag beim gemeinsamen Public Viewing in der Luft. Welchen Gegner würden die Kleeblätter Mitte August im Stadion Niederrhein begrüßen dürfen? Als DFB-Präsident Reinhard Grindel die Kugel des SV Sandhausen in die Kamera zeigte, war es nicht unbedingt der Gegner, den sich die meisten Kleeblatt-Anhänger erhofft hatten.

Denn jeder der etwa 150 Besucher hatte vor der Auslosung seinen ganz persönlichen Favoriten. Sei es Union Berlin, der 1. FC Köln, der VfL Bochum oder Borussia Mönchengladbach. „Hauptsache ein Club, der genügend Fans mitbringt“, so die einhellige Meinung. Wohl ein Grund, welcher Sandhausen nicht in die engere Wahl kommen ließ.

„Bayern erst im Finale“

Auch der langjährige Kleeblatt-Anhänger „Zelle“ ging mit reichlich Optimismus in die Auslosung. „Ich wünsche mir etwas Machbares für die ersten Runden. Bayern soll es erst im Finale geben.“ Halt, hatte der 46-Jährige da gerade wirklich das Wort Finale in den Mund genommen? „Ist schon alles mit meiner Tante geklärt. Die wohnt nämlich in Berlin“, erklärte er weiter, wenn auch mit einem leichten Augenzwinkern. „Wir Fans dürfen ja mal träumen. Sonst braucht man sich mit dem Fußball auch nicht zu beschäftigen.“

Als es nach dem gemeinsamen Schauen des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Saudi-Arabien endlich losging, schien fast schon Heimspiel-Atmosphäre aufzukommen. RWO-Gesänge von allen Seiten und Pfiffe beim Nichtziehen der eigenen Mannschaft. Doch bereits jetzt war eine gewisse Unruhe nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht war es eine Vorahnung, dass es am Ende doch nicht der ganz große Knaller sein wird. „Nichts gegen Sandhausen, aber etwas mehr Glanz hätte es schon sein können“, so Kleeblatt-Anhänger Andreas.

Wieder für eine tolle Stimmung sorgen

Präsident Hajo Sommers fasste die Losung kurz und knapp zusammen. „Irgendwie ist es schon ein Klischee.“ Von Selbstmitleid wollte er aber nichts wissen. „Klar ist es nicht unbedingt das Los, was sich die Fans gewünscht haben. Dennoch werden wir dem Spiel und dem Gegner mit großem Respekt entgegentreten“, so Sommers. Und was ist mit der Sorge, dass der Gästeblock alles andere als voll sein wird? „Jeder Sandhäuser ist herzlich eingeladen. Und ansonsten sorgen hoffentlich die RWO-Fans wieder für eine tolle Stimmung wie zuletzt im Niederrheinpokal-Finale.“

Auch „Zelle“ hat sich mit dem Los schnell arrangiert. „Wir müssen es eben nehmen, wie es kommt“, so der 46-Jährige. „Ich bin jetzt schon so lange RWO-Fan, da muss man die Dinge nicht schlimmer machen als sie sind. Im Gegenteil: Wir sollten jetzt das Beste daraus machen. Wer nach Berlin will, muss schließlich jeden schlagen.“

Trainer Mike Terranova freute sich, denn der Zweitligist ist genau die Kragenweite, die er sich in einem Heimspiel erhofft hatte: „Die sind schlagbar. An einem guten Tag von uns sind die durchaus machbar.“ Und erinnerte an die erste Pokalrunde des Vorjahres: „Da hatten die ebenfalls einen Viertligisten und sind gegen Schweinfurt rausgeflogen.“

Sandhausen fest etabliert in Liga zwei

Jörn Nowak, sportlicher Leiter der Kleeblätter, ist ebenfalls mit dem Los zufrieden und findet gerade die sportliche Komponente sehr interessant: „Wir haben bereits im Vorfeld gesagt, der Pokalwettbewerb geht für uns erst jetzt richtig los. Wir werden auf einen Gegner treffen, der nur mit sehr geringer Fanunterstützung rechnen kann. RWO hat die Chance, mit dem Support seiner Fans wie im Pokalfinale, die zweite Runde zu erreichen.“

Die erste Runde im DFB-Pokal findet vom 17. bis 20. August statt. Der genaue Spieltermin und Informationen zum Kartenvorverkauf werden zeitnah bekannt gegeben. Zuletzt scheiterte RWO 2011 in Runde eins, als gegen den FC Augsburg Schluss war (1:2 nach Verlängerung). Gegner Sandhausen schloss die vergangene Zweitligasaison auf Platz elf ab. Das Team von Trainer Kenan Kocak stellte mit nur 33 Gegentoren die beste Defensive der Liga.

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