RWO-Analyse

Kurt und Stojan überzeugen - RWO wieder in der Spur

Die Oberhausener jubeln über das 1:0.

Foto: Micha Korb

Die Oberhausener jubeln über das 1:0. Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Durch den Erfolg gegen Bonn steigt bei den Kleeblättern die Vorfreude auf das Duell gegen RW Essen. Tarik Kurt und Jasper Stojan überzeugen.

Im Fußball geht es verdammt schnelllebig zu: Nach der verdienten Niederlage zu Hause gegen Spitzenreiter KFC Uerdingen und vor dem Spiel bei der U 21 des 1.FC Köln hatte RWO-Trainer Mike Terranova die Absicht geäußert, in den kommenden Wochen eine Serie starten zu wollen, die die Kleeblätter bis zum Jahresbeginn fest in der Spitze etablieren sollte. Diese Serie kam nachdem mauen 2:2 in Köln allerdings nur mäßig in Gang und die Rot-Weißen schienen die Spitze sogar etwas aus den Augen zu verlieren. Seit Montag ist der Blick aber klar nach vorne gerichtet.

Der hochverdiente 4:0-Sieg gegen den Bonner SC hat gezeigt, dass RWO weiterhin im oberen Drittel mitmischt und heiß darauf ist, im kommenden Derby bei Rot-Weiss Essen nachzulegen: „Wir sind gewappnet für Essen, freuen uns auf das Spiel und hoffen auf drei Punkte. Ich hoffe auch, dass die Fans uns zahlreich und so stark wie in der ganzen Saison schon unterstützen“, meinte Terranova direkt nach der Partie.

Terranova gelingt durch Umstellungen ein Umschwung

Bemerkenswert bei der Arbeit des Trainers ist vor allem die Tatsache, wie dieser mit erneuten Umstellungen, die alle Mannschaftsteile betrafen, einen Umschwung fabriziert. Vielleicht noch bemerkenswerter: Er rüttelt dabei an Hierarchien, wobei das Personal voll mit zieht. Denn es ist alles andere als selbstverständlich, dass sich Robert Fleßers nach Verletzung und kurzer Pause zurückmeldet und gegen Bonn erst mal auf der Bank sitzt. Auch der zuletzt überspielt wirkende Patrick Schikowski blieb Montagabend zunächst draußen.

Aber die Spieler haben verstanden, auch Sturmtalent Tarik Kurt. Der noch in der vergangenen Saison für die U 19 von RWO auf Torejagd gegangene Rechtsfuß erzielte bei seinem Startelfdebüt in der Regionalliga gleich seine ersten beide Tore. Traumtor per Flugkopfball inklusive. Aber auch bereits vor seinen beiden Toren war Kurt immens fleißig unterwegs und ermöglichte seinem Sturmpartner Philipp Gödde freie Räume. Wichtig für den 19-Jährigen scheint nun aber zu sein, im Training weiter alles zu geben um auch in den nächsten Wochen berücksichtigt zu werden.

Odenthal nach Verletzung wieder voll dabei

Vom Talent her wäre Kurt wohl schon früher „dran“ gewesen, aber sein Coach legt größten Wert auf den Trainingseindruck. Darüber hatte sich auch Gödde nach seinen Rückenproblemen wieder herangekämpft und gezeigt, dass er momentan erster Angreifer bei den Kleeblätter ist: „Wir sind wieder da und haben uns für die viele Arbeit belohnt. Es kostet nämlich viel Kraft, wenn man so hoch angreift wie wir. Umso besser, wenn es klappt. In dieser Form nach Essen zu fahren, das ist einfach große Klasse.“

Ebenfalls eine starke Leistung zeigte Mittelfeldmann Maik Odenthal, der ebenfalls nach längerer Verletzungsphase immer besser in die Gänge kommt. „Der Mittelfußbruch im Januar hatte mich lange aufgehalten. Aber jetzt läuft es wirklich gut. Es gefällt mir sehr in Oberhausen. Die Stimmung ist überragend. So kann es weitergehen.“

Jasper Stojan stark in der Innenverteidigung

Ein gutes Beispiel für die Terranova-Linie ist auch der junge Innenverteidiger Jasper Stojan: Der 19-Jährige trat gegen Bonn wie ein alter Haudegen auf und zeigte sich in seinem erst dritten Match für die erste Mannschaft als eine feste Größe im Abwehrverbund.

Doch sein Trainer bleibt in dieser Hinsicht bescheiden und lobt die erfolgreiche Jugendarbeit, die bei RWO seit Jahren geleistet wird: „Ich muss sagen, dass in unserem Verein auch tolle Aufbauarbeit geleistet wird. Man kann sich auf die verlassen, die aus der A-Jugend kommen.“

270 000 TV-Zuschauer schalten bei RWO-Spiel ein

Während im Stadion Niederrhein 1711 Besucher das Spiel live verfolgten, lag die TV-Quote für das Spiel von RWO gegen den Bonner SC bei „Sport1“ im Schnitt bei 270 000 Zuschauern. In der Spitze schalteten sogar 390 000 Zuschauer beim 4:0-Heimerfolg der Kleeblätter ein. Beim letzten Live-Spiel gegen den KFC Uerdingen (0:1) waren es durchschnittlich 310 000 Zuschauer.

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