Rot-Weiß Oberhausen

RWO-Trainer Pappas setzt auf „Maloche“ – Etat sinkt deutlich

Dimi Pappas will den neuen Kader wieder zu einer Einheit formen.

Dimi Pappas will den neuen Kader wieder zu einer Einheit formen.

Foto: Thorsten Tillmann / FFS

Oberhausen.  Während Dimi Pappas über die sportliche Situation spricht, nimmt der Vorstand Stellung zu den Finanzen. Der Etat sinkt um 500.000 Euro.

Seit gut sieben Wochen ist es offiziell: Dimitrios Pappas wird zur neuen Saison den Trainerposten bei Rot-Weiß Oberhausen übernehmen und damit die Nachfolge von Mike Terranova antreten.

Damit sei für den 40-Jährigen nach eigener Aussage „ein Traum“ wahr geworden, wie er gegenüber dem Netz-Radio RWOfm sagte. Bereits als Spieler, wo er 2008 mit den Kleeblättern den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte, stand Pappas für Tugenden, die er jetzt auch als Cheftrainer der Regionalligamannschaft erwartet: „Wenn nach dieser langen Pause das erste Spiel startet, wollen wir von der ersten Minute an hungrig auf den Erfolg sein.“

Alle Heimspiele der Vorsaison angeschaut

Dabei hat sich Pappas in den vergangenen Wochen auch ohne Trainingsbetrieb bereits einen guten Eindruck von den Spielern verschaffen können, die auch in der neuen Saison das RWO-Trikot tragen werden. „Ich habe mir in der Vergangenheit immer alle Heimspiele angeschaut und kenne die Stärken und Schwächen. Leider konnten wir uns aufgrund der Corona-Krise noch nicht so oft sehen und mussten deshalb vieles telefonisch machen.“

Mit Furkan Cakmak und Jan Bachmann gehören auch zwei seiner U19-Schützlinge aus der letzten Spielzeit zum Regionalliga-Kader. Während Pappas Bachmann wegen seines „starken linken Fußes und seines guten Stellungsspiels schätzt“ sieht er auch bei Cakmak viel Entwicklungspotenzial. „Furkan hat die technischen Qualitäten, klein und dribbelstark. Er muss aber noch körperbetonter spielen.“

Schlagkräftige Truppe zusammen stellen

Welches System er mit seiner neuen Mannschaft spielen wird, dazu ließ sich Pappas vom RWO-Radio noch nicht zu viel entlocken. „Es gibt natürlich Systeme, die ich spielen möchte. Aber erst einmal müssen wir eine schlagkräftige Truppe zusammen bekommen. Das System hängt dann vom Material ab.“

Was die Suche nach Neuverpflichtungen angeht, wäre laut Pappas besonders ein Faktor entscheidet: Geduld. „Wir haben wirklich Zeit. Auch an die Fans da draußen: Bleibt geduldig. Wir wollen speziell die Spieler raussuchen, die zu uns passen und wo es finanziell und charakterlich stimmt.“

Denn, so Pappas zum Abschluss hätte den Verein in der Vergangenheit besonders eines ausgezeichnet: „Maloche und Zusammenhalt, das müssen wir beibehalten. Das war immer unsere Stärke. Wir brauchen nicht auf andere Vereine schauen, die schon wer weiß wie viele Spieler verpflichtet haben. Das ist vielleicht auch nicht unsere Kragenweite.“

Weniger Geld für die erste Mannschaft

Währenddessen nahm der Vorstand in der ersten Folge von „Sach ma‘, Vorstand…“ mit Hajo Sommers und Thorsten Binder Stellung zu den finanziellen Möglichkeiten der kommenden Saison.

Auf die Frage nach dem Etat für die kommende Saison, beziehungsweise wie hoch die Einschnitte sein werden, antwortete Sommers: „Wir planen im Augenblick mit einem Gesamtetat von 2,6 Mio. Euro für den gesamten Verein.“ Kollege Binder ergänzte: „Im Vergleich zur aktuellen Saison mit 3,1 Mio. Euro sind das also rund 500.000 Euro weniger.“ Daraufhin übernahm Sommers wieder das Wort und erklärte: „Davon fallen nach aktueller Planung 300.000 Euro auf die erste Mannschaft. Der Rest verteilt sich auf Geschäftsstelle und Jugend.“ So sinkt der Gesamtetat der ersten Mannschaft von 1,65 Millionen auf 1,35 Millionen Euro für Mannschaft, Trainer, Betreuer, Berufsgenossenschaft und Prämien.

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