Niederrheinpokal

RWO zieht mit ganz viel Dusel gegen FSV ins Pokalfinale ein

Tor für Rot-Weiß Oberhausen: Kai Nakowitsch jubelt mit Tarik Kurt über das 2:0.

Tor für Rot-Weiß Oberhausen: Kai Nakowitsch jubelt mit Tarik Kurt über das 2:0.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.   2:0, 4:1, 5:3 - am Ende nur 5:4. RWO zitterte sich im Niederrhein-Halbfinale gegen den FSV Duisburg zum Sieg. Es gab einen Mann des Tages.

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Was für eine Dramatik, Hauchdünn mit 5:4 (3:1) rettete sich Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen in einem Pokal-Krimi gegen den FSV Duisburg ins Finale des Niederrheinpokals. Der Gegner ist RW Essen, aller Voraussicht nach in Oberhausen. Aber was war das für ein Spiel: Neun Tore, Elfmeter, Notbremsen, Rote Karten – alles drin. Und am Ende Glück für RWO.

Terranova musste auf Tim Hermes verzichten, der sich vor dem Spiel gegen einer Magen-Darm-Erkrankung krank meldete. Für ihn rückte Andreas Ogrzall in die Startelf. Ansonsten setzte Terranova auf Kai Nakowitsch und Jannik Löhden innen, davor Robert Fleßers, Patrick Bauder und Maik Odenthal. Der FSV stellte dem Ibrahim Bayraktar und Bora Karadag entgegen, die gegen Arminia Klosterhardt pausiert hatten.

Von Beginn an starke Kombinationen

Damit erst gar keine Unruhe aufkam, nahm RWO sofort das Heft in die Hand. Bauder und Odenthal setzten ihre schnellen Nebenleute vorzüglich ein. Die erste Chance hatten dennoch die Duisburger. Der baumlange Ibrahim Bulut erwischte einen Kopfball, Robin Udegbe war aber kaum gefordert (2.). Tarik Kurt, Odenthal und Marvin Lorch kombinierten sich dann durch, Lorch aber schoss vorbei (7.). Besser machte es Kurt kurz darauf, als er ein famoses Zuspiel von Odenthal von halblinks in den Winkel knallte (14.). Und gänzlich ruhig wurde es im Duisburger Fanblock, als Kurt einen Freistoß rechts an der Mauer vorbei in die Maschen drehte. Lorch war rechts gefoult worden, Odenthal täuschte den Freistoß mit links an, Kurt zirkelte ihn mit rechts an der Mauer vorbei (25.).

Ein ganz unglückliches Eigentor

Danach aber versiegte der Elan der Oberhausener, der FSV durfte zeigen, warum er in der Landesliga eine gute Rolle spielt. Frech kombinierten sich die Gäste nach vorn, Bulut und Karadag strahlten immer Gefahr aus.

Überhaupt keine Gefahr bestand, als Daniel Heber einen Rückpass auf Udegbe spielte. Doch der Ball hüpfte vor dem RWO-Keeper und über seinen Fuß hinweg Richtung langer Pfosten. Udegbe versuchte zu retten, grätschte und schoss den Ball dabei vor den Pfosten und von dort rollte er langsam in den Kasten 2:1 (42.). Aufatmen bei Udegbe und allen anderen drei Minuten später: Kurt jagte die Kugel nach Steinmetz-Versuch und Lorch-Solo zum 3:1 in die Maschen (44.). Uff!

Eigentlich gelassen in die Pause

Dann wurde es doch noch ein Krimi. Zunächst erhöhte Steinmetz auf 4:1 (49.), doch der FSV war immer noch nicht geschlagen. Bulut gelang das 4:2 (52.) und per Elfer das 4:3. Heber hatte den eingewechselten Dos Santos im Strafraum niedergerissen, Notbremse, Rote Karte (65.). RWO musste die letzten 25Minuten in Unterzahl bestreiten. Gut, dass Kurt auf 5:3 erhöhte (70.), denn fortan berannten die Mannen von Denis Tahirovic das RWO-Tor.

Bauder hätte das Spiel entschieden können, hielt aber drüber. Dann traf Bayraktar nach LorchFehler in der Defensive: 5:4 (84.). Dann stellte Rafael Garcia auf Kurt, FSV-Keeper Marian Ograjensek foulte Kurt: Notbremse, Rot, Elfmeter. Odenthal tritt an und Ersatz-Keeper Bertram hält. Ende, gottlob, ein gutes für RWO.

Kurt verlängert um zwei Jahre

Vor dem Spiel hatte Tarik Kurt seinen Vertrag bei RWO um zweit Jahre verlängert. Kurt: „RWO ist einfach der richtige Verein für mich.“ Das sah man tatsächlich!

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