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Straelen verdirbt RWO-Trainer Terranova die Party

RWO-Coach Terranova

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Oberhausen  Rückschlag für Rot-Weiß Oberhausen. Das 0:1 gegen Aufsteiger Straelen war ein wahrer Stimmungskiller für den Revierklub.

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Am Ende dürften Mike Terranova die vielen Geburtstagswünsche auf den Nerv gegangen sein. Vor dem Spiel in Straelen, nach der Partie und im Pressegespräch. Dem RWO-Trainer (nunmehr 42 Jahre jung) dürfte nach dem 0:1 (0:0) beim Aufsteiger nicht mehr viel nach feiern zumute gewesen sein. Denn sein Team unterlag gegen eine diszipliniert verteidigende Gastgeber-Elf verdient. Die Rot-Weißen konnten auf dem schweren Geläuf ihre technischen Vorteile nie in Zählbares ummünzen.

Das gelang Straelen hingegen mit großer Effektivität. Nach einer Ecke für RWO verpasste Maik Odenthal nach dem Ballverlust das taktische Foul und Aaram Abdelkarim führte einen blitzschnellen Konter übers ganze Feld und passte im richtigen Moment auf den mitgelaufenen Jannik Stevens. Der schob die Kugel vorbei an Robin Udegbe ins Netz (63.).

Erst danach entwickelten die Rot-Weißen stärkeren Zug zum Tor. Im ersten Durchgang mühten sie sich zwar, fanden in dem stabilen 4-4-2-Defensivverbund der Hausherren aber nie die Lücke. Zwei halbe Chancen von Dominik Reinert über rechts (32.) sowie ein Schussversuch von Dario Schumacher (38.), der abgeblockt wird, waren die einzigen erwähnenswerten Annäherungen ans Tor von Martin Kompalla. Die Straelener Innenverteidigung um die überragenden Adli Lachheb und Patrick Ellguth wurde ihrem Ruf gerecht: schwer überwindbar.

Auch nach der Pause legten die Kleeblätter kaum zu, bissen sich an der vielbeinigen Abwehr die Zähne aus. Vielmehr waren es jetzt die Platzherren, die überraschend nach vorne stießen und Gefahr vors Tor von Robin Udegbe brachten. Zunächst rettete der RWO-Schnapper halsbrecherisch gegen Shun Terada (51.), dann blockte Kai Nakowitsch den Nachschussversuch von Abdelkarim bei noch verwaistem RWO-Tor.

Und dann fiel der Treffer für die Straelener und plötzlich lief die Zeit viel schneller an diesem sonnigen Nachmittag, der sich auf dem Platz bislang als typisches 0:0-Spiel ausgegeben hatte.

Mangelndes Tempo

Terranova hatte zuvor schon mangelndes Tempo gesehen und wechselte den indisponierten Tarik Kurt gegen Raphael Steinmetz aus. Der etatmäßige, gelb-rot gesperrte Mittelstürmer Philipp Gödde ging derweil auf der Tribüne einem Nebenjob als Co-Moderator beim RWO-Radio nach.

Nach dem Tor sah Terranova endgültig Gefahr im Verzug und erhöhte mit der Hereinnahme von Rinor Rexha gegen Dario Schumacher und später Christian März für Shaibou Oubeyapwa das Tempo auf den Außenbahnen. Was angesichts des hohen und holprigen Rasens recht ambitioniert war, also fast unmöglich. Abwehrchef Jannik Löhden wechselte in der Schlussphase als Anspielstation sogar ins Angriffszentrum, doch es nutzte alles nichts. Ein Kopfball von Yassin Ben Balla köpfte ein Straelener Abwehrmann aus dem Giebel, einen 18-m-Schuss von Steinmetz zwirbelte Kompalla um den Pfosten. Und als Christian März in der letzten Minute der Nachspielzeit aus kurzer Distanz an Kompalla scheiterte war klar: kein Punkt in Straelen Geburtstag verdorben.

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