RWO-Analyse

RWO-Trainer Terranova: Mannschaft braucht Zeit und Geduld

Der Patzer kurz vor Schluss führte zum glücklichen Ausgleich der Gäste.

Foto: Micha Korb

Der Patzer kurz vor Schluss führte zum glücklichen Ausgleich der Gäste. Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Das 1:1 gegen Wegberg-Beeck war eine gefühlte Niederlage. Aber nach der ersten Enttäuschung fing sich Trainer Mike Terranova und analysierte.

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Als Patrick Bauder Minuten nach dem Abpfiff der Partie seiner Rot-Weißen gegen den FC Wegberg-Beeck sagte: „Wir haben das Spiel vorne verloren“, war es nicht lange her, dass Rafael Garcia seine „Klöpper“ gegen die Innenwand des Stadiontunnels gepfeffert hatte. So fühlt es sich an, wenn man 1:1 gespielt, aber eigentlich verloren hat.

Direkt nach dem Spiel hatte auch Trainer Mike Terranova von „tiefer Enttäuschung“ gesprochen, aber schon darauf hingewiesen, es wie immer halten zu wollen: „Morgen analysieren wir, besprechen alles und bereiten uns dann auf Wattenscheid vor.“ Der Trainer war als Spieler ein Heißsporn, aber hat immer schon ein Stück weiter gedacht.

Weil er ausgeprägt selbstkritisch ist, fragt „Terra“ sich, ob es richtig war, Yassin Ben Balla zur Halbzeit gegen Patrick Bauder auszuwechseln: „Ich hätte besser einen anderen nehmen sollen.“ Und er fragt sich weiter: „Offensiv ist schön und gut, aber wäre die Rückkehr zum jahrelang gewohnten 4-2-3-1 für uns nicht besser?“

Zu wenig Bewegung im Angriff

Für den außenstehenden Betrachter wäre es normal, Vorwürfe zu erheben: Wo waren Begeisterung und Wille? Warum gab es im Angriff nicht genug Bewegung? Warum wurde der Ball häufiger zurück- als steil gespielt?

Fragen, die Terranova gelten lässt („Der Wille ist da, aber wir haben so ziemlich die jüngste Mannschaft seit vielen Jahren auf dem Platz gehabt“), denen er aber auch generell begegnet: „Wir haben in dieser Saison einige gestandene Spieler durch Nachwuchskräfte ersetzt. Mit denen bin ich sehr zufrieden, aber man darf nicht vergessen, dass das auch Substanz kostet, dass da nicht immer alles so klappt, wie man sich das wünscht, wie das manchmal auch im Training aussieht. Ich bin mir sicher, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Nur drei Spiele verloren, aber viele Remis

Mit anderen Worten: Der Trainer hat Geduld, und er bittet auch um Geduld. Schließlich: Das bisherige Anschneiden ist so schlecht ja nicht.

Von 16 Spielen haben die Kleeblätter nur drei verloren, allerdings weitere sieben auch nicht gewonnen. Und diese hohe Zahl der Unentschieden (derzeit Spitzenwert der Liga) ärgert Terranova: „Fast alle gehören ja in die Kategorie der versäumten Punkte. Wenn man das zusammenzählte. . .“.

Richtig: Dann wäre man Erster – aber das wäre eventuell dann doch ein wenig zuviel des Guten. Wozu Terranova nur bemerkt: „Wir haben noch 18 Punktespiele und ich habe von Anfang an gesagt, dass sich der eine oder andere noch umgucken wird.“

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