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Terranova fordert: „Wir müssen mit mehr Verstand spielen“

Raphael Steinmetz, hier bei seinem Tor zum 4:1 gegen den FSV Duisburg, ist noch nicht bei der Trefferquote, die er sich wünscht.

Foto: Micha Korb

Raphael Steinmetz, hier bei seinem Tor zum 4:1 gegen den FSV Duisburg, ist noch nicht bei der Trefferquote, die er sich wünscht. Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Das Pokalspiel gegen den FSV Duisburg war eine hochemotionale Angelegenheit. Gegen den Bonner SC am Freitag will der RWO-Trainer mehr Kopf sehen.

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Nach dem Final-Einzug ist vor dem Liga-Alltag. RWO tritt Freitag, 19.30 Uhr, im Sportpark Nord beim Bonner SC an. Eine Mannschaft, die den Rot-Weißen in den vergangenen Spielzeiten immer lag. Trainer Mike Terranovas Aufgabe wird es sein, seine Truppe nach dem aufwühlenden 5:4 im Pokal-Halbfinale gegen den FSV Duisburg wieder auf den Teppich zu holen. Nicht etwa, weil die Spieler euphorisiert ob ihrer eigenen Leistung durch die Gegend laufen, sondern weil sie womöglich das Liga-Geschäft nicht mehr mit höchster Priorität angehen. Die Gefahr besteht in Bonn, denn in den Hinterköpfen dürfte schon das Derby gegen RW Essen am nächsten Freitag stecken, das gleichzeitig die Final-Partie knapp einen Monat später um den Niederrheinpokal sein wird.

Terranova: „Das sind die besten Spiele. Man kann sich zeigen, ohne dass Druck auf einem, lastet. Und dennoch: Für mich gibt es keine Freundschaftsspiele.“

Ohne Druck lässt sich besser spielen

Fehlen wird auf jeden Fall Daniel Heber nach seiner Roten Karte gegen Duisburg. Erster Kandidat auf der rechten Defensivseite ist Dominik Reinert. Marvin Lorch, mit Offensivqualitäten ausgestattet, drängte sich gegen den FSV als Heber-Ersatz zumindest nicht für die defensive Wahl auf. dafür ist Lorch in der Offensive gesetzt

Tim Hermes, der gegen Duisburg wegen einer Magenverstimmung passen musste, ist wieder mit von der Partie

Während die Offensivabteilung um die Kreativspieler Patrick Bauder und Maik Odenthal ihre Sache gegen den FSV zumindest ordentlich erledigte und Tarik Kurt zu seinen vier Toren verhalf, kann die Abwehr die Partie in Bonn sehr wohl nutzen, um weiter daran zu arbeiten, die Fehlerquote zu verringern.

Einige Baustellen im Team

Dies betrifft weniger die unglückliche Aktion von Torwart Robin Udegbe beim Eigentor als vielmehr seine Eröffnung und das Zusammenspiel mit seinen Vorderleute. Die, Kai Nakowitsch und Jannik Löhden müssen definitiv an ihrer Abstimmung und Fehlerquote arbeiten. Yassin Ben Balla, gegen Duisburg erst nach der Pause gekommen, könnte auch mal wieder zeigen, dass er ein höchst konzentrierter Akteur vor der Abwehr sein kann. Raphael Steinmetz wird beim Torschuss immer noch nicht vom Glück verfolgt. Bauder etwa dürfte noch seine vergebene Riesenchance aus der 85. Minute vor Augen haben.

So kommen eine ganze Menge Baustellen zusammen, die in Bonn beackert werden können, um die letzten wichtigen Spiele der Saison vorzubereiten. Und ganz nebenbei können die Spieler ihre Einsatzzeit auch nutzen, um sich für Vertragsverlängerungen zu empfehlen. Terranova sagt’s so: „Wir müssen mit mehr Verstand spielen.“

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