Schalke

Christopher Antwi-Adjei, der Schalke-Fan im Paderborn-Trikot

Paderborns Trainer Steffen Baumgart mit Christopher Antwi-Adjei.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart mit Christopher Antwi-Adjei.

Gelsenkirchen.  Paderborns Christopher Antwi-Adjei schwärmte früher für den Schalker Spieler Lincoln – jetzt trifft er auf die Königsblauen.

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Früher, als kleiner Junge, trug er stolz ein Schalke-Trikot. Zehn, zwölf Jahre ist das her, dass Lincoln, Kevin Kuranyi oder Marcelo Bordon für Schalke spielten und zu den Idolen der Jugend wurden. Auch der damals noch kleine Christopher Antwi-Adjei aus Hagen fand dieses legendäre Schalker Spieler-Trio „irgendwie cool“ und wurde so zum Fan der Königsblauen.

Jugendliche Schwärmerei für Schalke

Heute ist diese Jugendliebe zwar ein wenig abgekühlt, aber aus der damaligen Schwärmerei für S04 macht Christopher Antwi-Adjei weiterhin kein Geheimnis. Und so ergibt sich vor dem Bundesligaspiel zwischen dem SC Paderborn und Schalke 04 eine schöne Geschichte: Denn dieser Christopher Antwi-Adjei ist heute Profi beim SC Paderborn und tritt damit an diesem Sonntag (18 Uhr) gegen seinen Lieblingsverein an. „Es ist ein Traum“, sagt der in Hagen geborene und aufgewachsene Sohn ghanaischer Eltern im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Vom Straßenfußballer zum Profi in Paderborn

Eigentlich ist die ganze Geschichte wie ein Traum. Denn der schnelle Angreifer wurde nicht in einem der großen Nachwuchsleistungszentren von Schalke 04 oder Borussia Dortmund für die Bundesliga ausgebildet; er musste sich seinen Weg nach oben als Straßenfußballer suchen. Vor gut zwei Jahren kickte er noch bei der TSG Sprockhövel in der fünften Liga, dann wurde er durch Zufall in einem Westfalenpokalspiel gegen den SC Paderborn entdeckt und anschließend von den SC-Verantwortlichen für die dritte Liga verpflichtet. Mit Paderborn stieg der torgefährliche Flügelflitzer zweimal nacheinander auf und landete so nun in der Bundesliga. Fürwahr eine ungewöhnliche Karriere des inzwischen 25-Jährigen, der sich selbst als Spätstarter sieht. „Es stimmt ja, ich bin erst mit 23 Jahren Profi geworden. Viele andere spielen schon mit 17, 18 oder 19 in der ersten oder zweiten Liga“.

Antwi-Adjei, Ex-Torwart mit Offensivdrang

Sein Ziel hat er auf ungewöhnliche Weise erreicht, anfangs war er sogar Torwart, bevor er seinen Offensivdrang entdeckte. Mit fünf Jahren fing Antwi-Adjei mit seinen Freunden auf einem Bolzplatz in Hagen an, danach landete er über zahlreiche Stationen wie Fortuna Hagen, Hasper SV, MSV Duisburg, Eintracht Dortmund und Westfalia Herne schließlich bei der TSG 1881 Sprockhövel, die für ihn zum Sprungbrett nach Paderborn wurde. „Kaum einer hätte erwartet, dass ich noch mal Bundesliga-Profi werden kann“, betont Antwi-Adjei. Aber sein Kindheitstraum ließ ihn nicht los, und die Beharrlichkeit zahlte sich aus. „Jetzt habe ich es geschafft.“

Das Spiel am Sonntag gegen Schalke ist so etwas wie der vorläufige Höhepunkt dieser schönen Geschichte – dann, wenn es gegen seine Jugendliebe geht. Lincoln, Kuranyi und Bordon sind zwar nicht mehr dabei, aber ein anderes Andenken an seine Schwärmerei von früher besitzt Christopher Antwi-Adjei immer noch: „Mein altes Schalke-Trikot liegt wahrscheinlich noch bei uns zu Hause.“ Schön. (mit dpa)

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