Schalke 04

Ehemaliger Ausrüster kritisiert Schalke-Kapitän Alexander Nübel

Schalke-Torwart Alexander Nübel bei der Arbeit. Er trägt nun Handschuhe der Marke adidas.

Schalke-Torwart Alexander Nübel bei der Arbeit. Er trägt nun Handschuhe der Marke adidas.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Ein Handschuh-Ausrüster wirft Schalke-Torwart Alexander Nübel vor, die Bodenhaftung verloren zu haben. Der Berater des 22-Jährigen antwortet.

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Alexander Nübel hielt in seinem ersten Bundesligaspiel als Schalke-Kapitän bei Borussia Mönchengladbach (0:0) sein Tor sauber - in adidas-Handschuhen. Dass dies seinem früheren Ausrüster nicht gefällt, liegt in der Natur der Sache.

Doch der Torwarthandschuh-Ausrüster Pope's um Gründer Christoph Nowak ist sauer auf den S04-Kapitän. Dies habe einen anderen Grund. Nowak missfalle die Art und Weise, wie Nübel diesen Wechsel vollzogen hat.

Dieser Redaktion liegt ein Chatverlauf bei Whats App zwischen den Pope's-Chef und dem U21-Nationaltorwart vor. Nübel schickte Nowak am 16. Juli eine 25-sekündige Sprachnachricht, in der er nüchtern erklärte, die Vorbereitung in adidas-Handschuhen absolvieren zu wollen: "Wenn es so weiter läuft, gehe ich wahrscheinlich dann auch zu adidas", ergänzte er. Zwei Tage später antwortete Nowak mit einer langen Nachricht. Er teilte dem S04-Torwart unter anderem mit, die Entscheidung zu respektieren. Allerdings solle solch eine Trennung "respektvoll und freundschaftlich" ablaufen. Am Ende wünscht Nowak Nübel eine gute und verletzungsfreie Vorbereitung. Eine Antwort des Schalke-Torwarts? Blieb aus.

Nowak reagierte deshalb am vergangenen Samstag auf Facebook. In einem Beitrag bedankte sich Pope's für die Kooperation, stellte jedoch die sozialen Kompetenzen des Schalke-Kapitäns infrage: "Obwohl sein Verhalten gegenüber uns als bisherigem loyalem Partner in den letzten Wochen nachweisbar alles andere als die geforderte Sozialkompetenz für einen Kapitän des FC Schalke 04 und dessen Vereinswerte verkörperte, wünschen wir ihm selbstverständlich alles erdenklich Gute, privat wie sportlich!"

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Nowak und Nübel kennen sich bereits seit einigen Jahren. Bevor Nowak vor knapp eineinhalb Jahren Pope's gründete, war er für mehrere Sportartikelhersteller unterwegs - und lernte so Nübel kennen. Nowak Enttäuschung könne Nübels Berater Stefan Backs durchaus nachvollziehen. Er merkt jedoch an: "Das ist ein professioneller Schritt, den Alexander gehen muss."

Für den Schalke-Keeper habe Nowak ein spezielles Handschuh-Modell angefertigt. Eines, das Nübel vor dem Saisonstart offenbar noch bestellte. "Ich habe kein Problem damit, dass er sich verändern möchte", sagt Nowak. Aber: "Der Ton macht die Musik."

Sein ehemaliger Ausrüster wirft Nübel vor, durch den Erfolg der letzten Monate die Bodenhaftung verloren zu haben. Zur Rückrunde der letzten Saison wurde er die Nummer eins beim Bundesligisten Schalke 04. Inzwischen wird er bei mehreren Topteams gehandelt, unter anderem bei Bayern München.

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