Kommentar

Embolos Neuanfang in Gladbach könnte Schalke noch wehtun

Verlässt den FC Schalke 04: Breel Embolo. Der Schweizer Nationalspieler soll bis 2023 für Borussia Mönchengladbach stürmen.

Verlässt den FC Schalke 04: Breel Embolo. Der Schweizer Nationalspieler soll bis 2023 für Borussia Mönchengladbach stürmen.

Foto: firo

Essen.  Schalke verkauft Breel Embolo mit Verlust. Dabei hat der Stürmer Potenzial. Die Königsblauen brauchen aber Geld. Ein Kommentar.

Das war zu erwarten nach der vergangenen Saison. Schalke 04 hatte Monate des Schreckens und der Furcht erlebt, hatte als Vizemeister gegen den Abstieg gekämpft – und war am Ende mit einem königsblauen Auge davongekommen. Der Verlust des Startrechts im Europapokal aber konnte nicht folgenlos bleiben. Zuletzt hatte Schalke ja noch in der höchst lu­krativen Champions League gespielt. Jetzt fehlen Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro.

Logisch, dass die Schalker nur mit einer kleinen Einkaufstasche auf den Markt der Möglichkeiten gehen. Schon die geplante Verpflichtung des Düsseldorfers Benito Raman zieht sich hin, weil Schalke nicht mehr großzügig zahlen kann wie zu Zeiten, als für Spieler wie Nabil Bentaleb, Yevhen Konoplyanka oder Breel Embolo sehr viel Geld ausgegeben wurde – im Nachhinein: zu viel.

Auch Embolo, Schalkes Rekord-Einkauf, blieb seit 2016 ein Versprechen. Dass er sich in seiner ersten Saison schwer verletzt hatte, war riesiges Pech. Doch als er wieder auf die Beine gekommen war, lieferte er zu oft nicht den Nachweis, mehr als nur ein Hoffnungsträger zu sein. Er spielt kraftvoll, er schießt auch Tore – aber zu wenige im Verhältnis zu den Chancen, die er zum Teil wegen offensichtlicher technischer Mängel vergibt.

Nun wird er mit Verlust abgegeben, in Gladbach wird der Schweizer einen Neuanfang starten. Das könnte den Schalkern noch wehtun, denn Potenzial hat der Junge. Aber auf Schalke muss ja auch etwas passieren, frischer Wind muss das Aufgebot durchwehen. Doch dafür sind zuerst Abgänge nötig.

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