Jugendfußball

Illegales Turnier: Schalke kündigt Spielern Konsequenzen an

Samstag, 16 Uhr, beim Post SV. Hier trafen sich viele junge Männer zu einem illegalen Fußballturnier.

Samstag, 16 Uhr, beim Post SV. Hier trafen sich viele junge Männer zu einem illegalen Fußballturnier.

Foto: Foto: Verein

Oberhausen  Bei dem verbotenen Turnier in Oberhausen waren auch einige Schalke-Spieler aus der Knappenschmiede dabei. Sie müssen mit Sanktionen rechnen.

Das illegale Fußballturnier in Oberhausen wird für einige Jugendspieler aus der Schalker Knappenschmiede Konsequenzen haben. Der Fußball-Bundesligist bestätigte dieser Redaktion, dass mehrere Schalker Nachwuchsfußballer an dem Turnier teilgenommen haben. Eine Schalke-Sprecherin erklärte, dass mit den Spielern bereits gesprochen worden sei und diesen nun „erhebliche Sanktionen“ drohen. Zuerst hatte der WDR darüber berichtet.

Die Jugendmannschaften des FC Schalke 04 trainieren derzeit nicht. Dennoch ließen es sich einige offenbar nicht nehmen, an dem verbotenen Turnier teilzunehmen.

Behörden suchen nach den Organisatoren

Am Samstag hatten sich Jugendspieler gegen das geltende Wettkampfverbot in der Corona-Krise auf dem Sportplatz an der Herderstraße getroffen. Laut dem dort ansässigen Verein Post SV Oberhausen waren es zwischen 150 und 200 Personen. Der Verein rief die Polizei und das Ordnungsamt, die die Veranstaltung auflösten. Die Behörden versuchen nun die Organisatoren ausfindig zu machen. Sie müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Die Jugendspieler hatten sich über die sozialen Medien verabredet. Der Sportplatz wurde nach Angaben der Stadt als öffentliche Anlage für Fußballtraining ohne Körperkontakt geöffnet. Bis zum 30. Mai ist nach derzeitigem Stand die Ausübung von Sportarten mit Körperkontakt untersagt. Momentan darf unter Einhaltung des Mindestabstandes in Kleingruppen trainiert werden.

Auch Jugendspieler des 1. FC Köln anwesend

Nach Angaben von Torben und Mirko Trapphoff vom Post SV Oberhausen waren die Schalker Spieler nicht die einzigen Teilnehmer aus einem bekannten Verein. Sie hätten anhand der Trainingskleidung auch Spieler von Hannover 96, 1. FC Köln, Wuppertaler SV und SG Schönebeck beobachtet. Oberhausens Sportdezernent Jürgen Schmidt sagte dieser Redaktion nach dem Wochenende: „Der Verein wusste von nichts, die waren regelrecht geschockt.“ Es seien keine Bußgelder verhängt worden, weil „sich die Leute schnell zurückgezogen haben und weil es schwierig gewesen wäre, einzelne dingfest zu machen“, schilderte Schmidt.

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