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Köln gegen Schalke: Das West-Duell mit offenem Visier

Szene aus dem Spiel im Dezember 2017: Schalkes Amine Harit (l.) im Duell mit Kölns Yuya Osako.

Szene aus dem Spiel im Dezember 2017: Schalkes Amine Harit (l.) im Duell mit Kölns Yuya Osako.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalke kann am Sonntag in Köln ohne ganz großen Druck aufspielen. Doch der Patzer vor zwei Wochen in Hamburg ist Warnung für den Tabellenzweiten.

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Schalkes Stürmer Breel Embolo kennt das stimmungsvolle Rhein-Energy-Stadion bisher nur aus Erzählungen. Am Sonntag (18 Uhr/Sky) will Embolo die Atmosphäre in Köln erstmals hautnah miterleben – am besten in der Schalker Startelf. „Wir haben bisher eine gute Saison gespielt“, sagt Embolo, der das Pokal-Aus gegen Eintracht Frankfurt von der Tribüne aus erlebte – wegen der Nachwirkungen des Muskelfaserrisses war der Schweizer Nationalspieler noch nicht einsatzbereit. Embolo: „Es war besser, kein Risiko einzugehen. Wenn sich die Verletzung verschlimmert hätte, dann hätten wir alle nichts davon gehabt.“

Schalke 04 kann ohne ganz großen Druck aufspielen. Der Vorsprung auf den fünften Platz ist vier Spiele vor Saisonschluss groß. Durch einen Auswärts-Dreier in Köln wären die letzten kleinen Zweifel, dass sich die Blau-Weißen für die Champions League qualifizieren, vom Tisch. Doch der Auswärts-Patzer vor zwei Wochen in Hamburg (2:3) ist Warnung für den aktuellen Tabellenzweiten. Trainer Domenico Tedesco: „Das HSV-Spiel nehme ich mit in unsere Köln-Vorbesprechung rein.“ Allerdings will es der 32-Jährige nicht zu sehr dramatisieren. „Es ist wie mit dem rosa Elefanten: Wenn du nicht dran denkst, passiert es“, sagt Tedesco mit einem Augenzwinkern. Will heißen: Nach dem Ausrutscher an der Elbe sind Naldo & Co. sensibilisiert.

Tedesco geht trotz der aussichtslosen Tabellensituation des 1. FC Köln nicht von einem Spaziergang am Rhein aus. „Köln hat oft bewiesen, dass sie nie aufgeben. Der FC hat eine Mannschaft mit guten Einzelspielern. Sie haben Bayer 04 Leverkusen geschlagen, das will schon etwas heißen. Köln ist zwar Letzter, aber sie werden alle Kräfte mobilisieren.“ Das will aber auch Schalke, um den frustrierenden Halbfinal-K.o. gegen Eintracht Frankfurt schnell zu verdauen. Manager Christian Heidel: „Es ist wichtig, dass der ganze Verein Größe zeigt. Am besten wäre es, wenn uns 20000 Fans mit nach Köln begleiten, wobei ich gar nicht weiß, ob das überhaupt geht. Alle müssen jetzt zeigen, dass wir diesen Weg zusammen weitergehen.“ Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf will sich vom Rückschlag unter der Woche gar nicht aus der Bahn kippen lassen. Der österreichische Nationalspieler sagt kämpferisch: „In Köln wollen wir die nächsten drei Punkte in der Bundesliga holen.“

Köln muss alles auf eine Karte setzen

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck hat dagegen etwas einzuwenden. „Wir wollen noch einmal konkurrenzfähig sein und da sein, wenn der Gegner schwächelt – und vielleicht für eine Überraschung sorgen. Fakt ist: Wir sind noch nicht abgestiegen. Wir werden um die letzte Möglichkeit kämpfen. Aufgeben gibt es nicht.“ Was auf ein spannendes West-Duell schließen lässt. Köln muss alles auf eine Karte setzen, Schalke wird ebenfalls hellwach und aggressiv auftreten, weil das große Ziel Champions League dicht vor Augen ist. Ruthenbeck: „Wir werden uns wehren uns alles dafür tun, das Spiel für uns zu entscheiden.“ Allerdings weiß Kölns Trainer auch, was für eine Aufgabe auf seine Mannschaft und ihn wartet. „Schalke gehört zu den Top-Fünf in Deutschland. Mit der Art und Weise, wie sie verteidigen, wie sie Fußball spielen, gehören sie nach dort oben.“ Nur Platz fünf soll es eben für Schalke nicht sein...

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