Schalke

Mascarell wartet sehnsüchtig auf sein erstes Schalke-Tor

Omar Mascarell ist beim FC Schalke 04 in dieser Saison zum Führungsspieler gereift.

Omar Mascarell ist beim FC Schalke 04 in dieser Saison zum Führungsspieler gereift.

Foto: Jürgen Fromme / firo

Gelsenkirchen.  Omar Mascarell freut sich, dass es in dieser Schalke-Saison so gut für ihn läuft. Und der 26-Jährige träumt vom spanischen Nationaltrikot.

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Was in der vergangenen Saison kaum abzusehen gewesen ist, obwohl der FC Schalke 04 beachtliche zehn Millionen Euro an Real Madrid überwiesen hat, ist nun Wirklichkeit: Omar Mascarell ist bei den Königsblauen gemeinsam mit Benjamin Stambouli Vizekapitän und zugleich Führungsspieler.

„Ich habe mich sehr darüber gefreut, als der Trainer mich zu einem der Kapitäne ernannt hat. Es war damals schon eine kleine Überraschung, denn die Vorsaison war sehr schwierig für mich“, sagt der 26-jährige Spanier im Interview auf schalke04.de. „Ich hatte aber bereits zu Beginn der Vorbereitung ein sehr gutes Gefühl, dass ich der Mannschaft in dieser Spielzeit sehr viel helfen kann.“

Warten auf einen Anruf von Spaniens Nationaltrainer Robert Moreno

Und wie ist es zu diesem Aufschwung gekommen? „Ein ganz entscheidender Faktor ist, dass ich das Vertrauen des gesamten Trainerstabs spüre“, antwortet Omar Mascarell. „Dadurch habe ich eine Menge Selbstvertrauen gewonnen. Wenn Spieler dieses Selbstvertrauen haben, können sie deutlich bessere Leistungen abrufen. Zudem liegt mir unsere Spielweise in dieser Saison sehr. Wir spielen ein anderes System – eines, das sehr gut zu meinen Fähigkeiten passt.“

Unbestritten ist, dass sich Omar Mascarell in der Raute von Cheftrainer David Wagner bestens zurechtfindet. „Auf der Sechs fühle ich mich sehr wohl“, sagt er. „Dort habe ich bereits in Frankfurt gespielt und gute Leistungen gezeigt. Wenn ein zweiter Sechser – wie zum Beispiel Suat Serdar oder Weston McKennie – neben mir spielt, gefällt mir das auch sehr gut. Aktuell agieren wir allerdings sehr häufig mit nur einem Sechser, und diese Rolle fülle ich mit viel Selbstvertrauen aus.“

Omar Mascarell gibt zu, manchmal auch Heimweh zu haben

Und eine solche Rolle oder eine ähnliche könnte sich Omar Mascarell auch in der Selección sehr gut vorstellen, beim dreimaligen Europameister und Weltmeister von 2010. Er wartet allerdings noch auf einen Anruf von Nationaltrainer Robert Moreno. „Es ist seit meiner Kindheit ein Traum von mir, für Spanien zu spielen“, sagt er. „Ich hoffe, dass sich dieser eines Tages für mich erfüllen wird.“

Eines Tages wird Omar Mascarell auch in seine Heimat zurückkehren. Aber nicht nur wegen des schmuddeligen deutschen Herbstwetters. Er habe, gibt er zu, manchmal auch Heimweh. „Die Kanarischen Inseln sind meine Heimat, dort leben meine Familie und Freunde“, sagt er. „Aber ich bin sehr glücklich hier in Deutschland und fühle mich sowohl in der Stadt als auch hier im Verein sehr wohl. Wenn meine Karriere eines Tages vorbei sein wird, habe ich immer noch den Rest meines Lebens, um wieder in Spanien zu leben.“

Im dritten Monat bereits die dritte Länderspiel-Pause

Spätestens dann braucht er sich auch keine blöden Sprüche mehr anzuhören, weil er sich nach inzwischen 25 Bundesliga-Spielen im königsblauen Trikot immer noch nicht in die Torschützenliste eingetragen hat (drei Vorlagen). „Ich kann es kaum erwarten, mein erstes Tor für Schalke zu erzielen“, sagt Omar Mascarell. „Für mich bleibt es aber das Wichtigste, der Mannschaft zu helfen und das Spiel zu gewinnen. Es gibt einige Teamkollegen, die vor mir agieren – und sie können gerne jedes Wochenende treffen. Dann bin ich genauso glücklich.“

Und vielleicht sind die Schalker schon am Samstag in einer Woche (23. November) wieder glücklich – nach einem Sieg beim SV Werder Bremen. Nun aber ist in der Bundesliga gerade mal wieder wegen der Länderspiele eine Ruhephase. „Manchmal“, sagt Omar Mascarell, „tun diese Pausen gut. Aber jetzt haben wir im dritten Monat bereits die dritte Pause. Eigentlich wollen wir am liebsten am Wochenende wieder für Schalke spielen, denn wir sind in guter Verfassung.“

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