FC Schalke 04

Neuer Schalke-Kapitän: So will David Wagner vorgehen

Schalke-Trainer David Wagner beim Testspiel in Oberhausen.

Schalke-Trainer David Wagner beim Testspiel in Oberhausen.

Gelsenkirchen.  Nach dem Abschied von Torwart Ralf Fährmann muss Bundesligist Schalke 04 einen neuen Kapitän finden. Trainer David Wagner hat einen Zeitplan.

Vor zwei Jahren gab’s zum Ende der Vorbereitung den großen Knall auf Schalke: Domenico Tedesco entzog Benedikt Höwedes die Kapitänsbinde und bestimmte Ralf Fährmann zum neuen Spielführer - Höwedes flüchtete danach zu Juventus Turin. Ein solches Theater muss David Wagner in diesem Jahr jetzt nicht befürchten: Nach dem Abschied von Ralf Fährmann ist das Amt des Kapitäns auf Schalke im Moment unbesetzt - Wagner kann seine Wahl nach der Vorbereitung unbelastet von Altlasten treffen.+

Wagner benennt Kapitäne nach den Trainingslagern

“Ich werde nach dem zweiten Trainingslager in Mittersill die beiden Kapitäne benennen”, erklärte Schalkes Trainer am Mittwoch sein Vorgehen. Derzeit, sagt der Coach, habe er diesbezüglich überhaupt noch keine Entscheidung getroffen. Beim ersten Testspiel zuletzt in Oberhausen führte Benjamin Stambouli die Mannschaft als Kapitän aufs Feld - der Franzose trug auch schon in der Rückrunde die Binde, als Ralf Fährmann auf der Bank saß.

Wagner ist “kein Freund von großen Hierarchien”

Wie es nun weitergeht, scheint völlig offen. Wagner sagt lediglich, er wolle die Mannschaft erst einmal richtig kennenlernen und er sei ohnehin “kein Freund von großen Hierarchien”. Immerhin: Neben den beiden Kapitänen, die er selbst bestimmt, darf die Mannschaft noch zwei weitere Spieler wählen, die den dann vierköpfigen Mannschaftsrat komplettieren.

Ein Überraschungs-Kandidat wäre Weston McKennie, der zuletzt beim Gold Cup einmal die US-Nationalmannschaft als Kapitän aufs Feld führen durfte. McKennie gilt als überragender Teamplayer, ist aber erst 20 Jahre alt. Wagner hatte nach dem Gold Cup zu dem Mittelfeldspieler kurz Kontakt und berichtet: “Es war eine große Sache für ihn, die Truppe als Kapitän aufs Feld zu führen.” Nach der Final-Niederlage gegen Mexiko sei McKennie natürlich geknickt gewesen, aber Wagner machte ihm klar, dass er stolz auf seine gute Turnierleistung sein könne.

Jetzt genießt McKennie erst einmal seinen Urlaub und wird am 26. Juli wieder zur Schalker Mannschaft stoßen - rechtzeitig zum Trainingslager in Mittersill.

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