Rudi Assauer

Peters erinnert sich: Als Assauer Hoeneß' Büro vollqualmte

Rudi Assauer im Jahr 2005 mit dem jungen Peter Peters in der Arena.

Rudi Assauer im Jahr 2005 mit dem jungen Peter Peters in der Arena.

Foto: imago

Gelsenkirchen.  Schalkes Finanzvorstand Peter Peters hatte ein besonderes Verhältnis zu Rudi Assauer. Assauer war sogar Peters' Trauzeuge.

Schalkes Finanzvorstand Peter Peters hatte einen besonderen Bezug zu Rudi Assauer. “Das Wesen und Wirken von Rudi hat mich von 1993 bis 2005 bei Schalke begleitet. Ich war dienstlich mit ihm verheiratet”, fasst Peters die gemeinsame Zeit bei den Königsblauen zusammen. Während und nach der Trauerfeier in Gelsenkirchen-Buer fielen Peters immer wieder gemeinsame Momente mit Assauer ein. “Rudi war auch mein Trauzeuge. Auch das spielt an so einem Tag eine Rolle”, so Peters.

Schalke: Peters erinnert sich an den Tag der Möller-Verpflichtung

Das Schalker Vorstandsmitglied erinnert sich gerne an Anekdoten, die ihn mit dem früheren Manager der Königsblauen eng verbinden. “Ich weiß noch, als wir bei Bayern-Manager Uli Hoeneß im Büro saßen, um Olaf Thon aus München zurück zu Schalke 04 zu holen. Rudi qualmte und paffte im Raum, während ich die Verträge vorbereitet habe”, so Peters schmunzelnd. Auch das Verkünden der Andreas Möller-Verpflichtung vom Erzrivalen Borussia Dortmund war speziell.

Peters blickt zurück: “Am Tag, nachdem wir mit Möller alles in meiner Wohnung in Dortmund geklärt hatten, sind wir nach Billerbeck gefahren. Dort fand eine Aufsichtsratssitzung statt. Als der Punkt Sonstiges vorgetragen wurde, meinte Rudi Assauer: Wir haben Andy Möller verpflichtet. Unser Fanvertreter Rolf Rojek ist fast zusammengebrochen, aber am Ende wurde der Transfer dann doch einstimmig abgesegnet.”

Für Peters stand es außer Frage, für Rudi Assauer eine große Gedenkfeier auszurichten. “Als uns die Todesnachricht in der letzten Woche vor unserem Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf erreicht hat, habe ich sofort gedacht: Wir müssen diesem wunderbaren Menschen eine Gedenkfeier geben, damit die Menschen eine Möglichkeit haben, sich zu verabschieden.” Peters ergänzt: “Die Grundphilosophie, die Rudi gelebt hat, wollten wir rüberbringen und niemanden ausschließen.”

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