Kommentar

Schalke braucht mehr Mut und Kreativität bei Transfers

Schalke-Trainer Domenico Tedesco (von links), Direktor Sport Axel Schuster und Sportvorstand Christian Heidel.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco (von links), Direktor Sport Axel Schuster und Sportvorstand Christian Heidel.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalke-Sportvorstand Christian Heidel soll für Transfers ein Experte zur Seite gestellt werden. Das wäre eine sinnvolle Maßnahme. Ein Kommentar.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco wollte vor dem Saisonstart zwei Spieler haben. Zum einen Defensiv-Stratege Thomas Delaney von Werder Bremen. Zum anderen Stürmer Nicolas Pépé vom französischen Erstligisten OSC Lille. Das Ergebnis: Delaney wechselte zu Borussia Dortmund und traf gerade beim 2:1 gegen Schalke. Pépé stürmt immer noch für Lille, wird aber nach elf Toren in 17 Spielen mittlerweile von halb Europa gejagt.

Viele Schalke-Fans fragen sich wegen der bisher verkorksten Saison, warum Spieler wie Alassane Pléa in Gladbach und eben nicht auf Schalke landen. Stürmer Pléa wurde für 23 Millionen Euro aus Nizza geholt. In Dortmund sorgt der gerade 18-jährige Jadon Sancho, der für rund acht Millionen Euro von Manchester City losgeeist wurde, für Furore. Und bei Schalke? Tristesse trotz hoher Investitionen. Manager Heidel hat über 50 Millionen Euro für sechs neue Spieler ausgegeben.

Ein Kaliber wie Sancho soll Schalke künftig nicht wehtun

Das muss sich in Zukunft ändern. Schalke braucht Kreativität, Mut und Handlungsschnelligkeit auf dem Transfermarkt, um den eigenen Kader sinnvoll zu verstärken und zu verhindern, dass die Konkurrenz noch mehr enteilt. Dafür soll Manager Christian Heidel ein Experte, der bestens vernetzt ist, zur Seite gestellt werden. Nach dem Vier-Augen-Prinzip soll der Transfermarkt in Abstimmung mit der Scouting-Abteilung noch akribischer abgegrast werden. Damit ein Kaliber wie Sancho künftig nicht Schalke wehtut, sondern den Schalker Gegnern.

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