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Schalke: Darum kam Kutucu wieder nur zu einem Kurzeinsatz

Spielt nur selten: Schalke-Stürmer Ahmed Kutucu.

Spielt nur selten: Schalke-Stürmer Ahmed Kutucu.

Foto: afp

Gelsenkirchen.  19 Bundesligaspiele bestritt Ahmed Kutucu in dieser Saison für Schalke. Immer wurde er eingewechselt. Auch in Düsseldorf. Warum eigentlich?

Ahmed Kutucu ist durch und durch ein Gelsenkirchener Junge - und das von Geburt an. Er wuchs im Haverkamp auf, als Sohn eines Bergmanns. Zwar spielte er zwischenzeitlich fünf Jahre in der Nachbarstadt bei Rot-Weiss Essen - 2011 kehrte er aber nach Gelsenkirchen zurück. Er unterschrieb beim FC Schalke 04. Inzwischen ist der Stürmer 20 Jahre alt, Profi - und wird für seine engagierte Spielweise von den Fans geliebt. Nur: spielen darf er nur selten.

So auch bei der 1:2-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf am Mittwochabend. Obwohl Schalke in den neun Spielen davor nur zwei Tore erzielt hatte, bekam ein anderer den Vorzug: Guido Burgstaller. Eine Entscheidung, die bei etlichen S04-Fans nicht gut ankam. Trainer David Wagner begründete sie nach dem Spiel so: "Für die Heransgehensweise, die wir heute gewählt haben, ist Burgstaller ein Spieler, der in dieser Formation arbeiten und als Zielspieler Kontersituationen einleiten kann. Deshalb haben wir uns für ihn entschieden." Die Herangehensweise war eine 5-4-1-Mauertaktik, wenn die Düsseldorfer den Ball hatten. Der einzige Stürmer rannte stets hin und her, kam aber selten an den Ball. Auch Kutucu hätte in dieser Strategie wenig glänzen können.

Schalke-Trainer Wagner: "Ahmed ist ein ganz feiner Kerl"

Vorwürfe, er würde Kutucu keine Einsätze gönnen, wies Wagner aber zurück: "Ahmed hat gegen Augsburg gespielt, er hat in diesem Spiel gespielt. Dementsprechend hat er seine Einsatzzeiten. Er ist ein ganz feiner Kerl und hat Talent." Kutucu bestritt in dieser Saison 22 Pflichtspiele - aber keins (!) über 90 Minuten. In der Bundesliga wurde er bei allen 19 Einsätzen eingewechselt, dabei gelangen ihm drei Tore und zwei Vorlagen. Im DFB-Pokal kam er zu zwei Kurzeinsätzen - sein einziges Spiel in der Startelf war das Achtelfinalspiel gegen Hertha BSC (3:2 n. :V.).

Am Samstag ergibt sich für Kutucu die nächste Chance, vielleicht doch noch zum Startelf-Comeback zu kommen. Dann kommt Werder Bremen nach Gelsenkirchen (15.30 Uhr/Sky).

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