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Schalke: Haji Wright wäre fast zum Matchwinner geworden

Zweikampf: Schalkes Haji Wright (l.) hat den Ball vor Martin Hinteregger vom FC Augsburg erwischt.

Zweikampf: Schalkes Haji Wright (l.) hat den Ball vor Martin Hinteregger vom FC Augsburg erwischt.

Foto: Getty Images

Augsburg.  Haji Wright kam in Augsburg zu seinem dritten Bundesligaeinsatz für den FC Schalke 04. Von Trainer Domenico Tedesco gab es eine Menge Lob.

Haji Wright wäre beim Spiel des FC Schalke 04 am Samstag beim FC Augsburg beinahe zum Schalker Matchwinner geworden. Als Nabil Bentaleb nach 84 Minuten scharf vor das Tor passte, war der US-Amerikaner einen Schritt vor seinem Gegenspieler am Ball und drückte ihn über die Linie. Schiedsrichter Manuel Gräfe schaute kurz zu seinem Assistenten, der die Fahne gehoben hatte und entschied auf Abseits. Es war eine knappe, aber die richtige Entscheidung. „Ich war schon sauer in dem Moment, aber das passiert nun mal im Spiel. Ich hoffe, dass ich dann beim nächsten Mal nicht im Abseits stehe“, sagte der 20-Jährige nach seinem dritten Bundesligaeinsatz für S04.

Sein Debüt in einem Pflichtspiel für die Schalker Profis hatte Haji Wright Ende November beim 5:2-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg gefeiert, als er nach 88 Minuten für Steven Skrzybski eingewechselt wurde. Vor zwei Wochen, beim 1:1 bei der TSG Hoffenheim, stand der groß gewachsene Stürmer dann überraschend in der Startelf, spielte aber schwach. An diesem Samstag, beim 1:1 beim FC Augsburg, gelang ihm nach seiner Einwechslung zur Halbzeit bei Weitem nicht alles, sein Aufritt war aber definitiv besser als zuletzt in Hoffenheim. Sein Auftrag habe gelautet: Gas geben, Bälle festmachen und Spaß haben. „Ich habe mich sehr wohl gefühlt und habe von Minute zu Minute mehr Selbstvertrauen bekommen. Das wollte ich auf dem Platz zeigen“, sagte Wright.

Schalke-Trainer Tedesco lobt Wright in den höchsten Tönen

Laut Domenico Tedesco hat Wright seinen Auftrag mehr als erfüllt. Der Schalker Trainer lobte seinen Nachwuchsstürmer nach der Partie nämlich in den höchsten Tönen: „Haji hat genau das gemacht, was wir gebraucht haben: Körperlichkeit reingebracht, Bälle festgemacht. Das ist schon wichtig für uns gewesen, weil wir dadurch auch Konter und Angriffe eingeleitet haben.“ Genau das hatte Tedesco in der ersten Halbzeit gefehlt, als Steven Skrzybski an der Seite von Cedric Teuchert stürmte.

Auf die Frage, ob er sich Chancen ausrechnet, beim nächsten Ligaspiel, beim Heimspiel am Mittwoch gegen Bayer 04 Leverkusen, sogar in der Startelf zu stehen, antwortete Haji Wright bescheiden: „Ich hoffe einfach nur auf Spielzeit.“

Auch Ahmed Kutucu konnte nach seinem Profidebüt am Dienstag in der Champions League gegen Lokomotive Moskau am Samstag in Augsburg weitere Profierfahrung sammeln. Der 18-Jährige kam in der WWK-Arena nach 66 Minuten für Cedric Teuchert ins Spiel - es war Kutucus Bundesligadebüt. Tedescos Urteil: „Ahmed war zu Beginn nicht ganz so mutig, er hat in zwei, drei Situationen nicht aufgedreht. Wir haben immer wieder gerufen: Mutig, mutig, mutig.“ Nach mäßigen ersten Minuten sei es dann aber viel besser gewesen. Tedesco: „Dann kam er immer besser rein. Er hat einen guten Linksschuss aufs Tor gebracht und ist schon jemand mit Qualität“. Nach 81 Minuten zog Kutucu von der rechten Seite in die Mitte und aus 16 Metern ab, seinen Schuss wehrte FCA-Keeper Andreas Luthe ab. Es war nicht die einzige mutige Aktion des gebürtigen Gelsenkircheners in Augsburg. Domenico Tedesco stellte aber klar: „Wir können jetzt aber nicht erwarten, dass uns ein Spieler aus dem Jahrgang 2000 aus der Misere hilft.“ Eigentlich spielt Kutucu für die Schalker A-Jugend.

Goller fehlte diesmal im Schalker 18er-Kader

Benjamin Goller, Spieler der U23 und erst 19 Jahre alt, war zwar mit den Schalker Profis nach Hoffenheim gereist, im 18er-Kader stand er diesmal aber nicht. Der Stürmer durfte sich erst am Dienstag in der Champions League gegen Moskau von Beginn an zeigen und hat sich in den knapp 60 Minuten Spielzeit ebenfalls für weitere Einsätze empfohlen.

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