Schalke

Schalke ist im europäischen Fußball kein kleines Licht mehr

Hoffnungsträger des FC Schalke 04: Kevin-Prince Boateng beim Abschlusstraining in der Arena.

Hoffnungsträger des FC Schalke 04: Kevin-Prince Boateng beim Abschlusstraining in der Arena.

Foto: Getty Images

Gelsenkirchen.  Der FC Schalke 04 zählt in der Champions League mittlerweile zu den etablierten Mannschaften. Das Auftaktspiel in der Gruppenphase gegen Steaua Bukarest soll dies unterstreichen. „Chelsea ist der Favorit, wir wollen Zweiter werden“, sagt Manager Horst Heldt.

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Dass der FC Schalke 04 im europäischen Fußball längst kein kleines Licht mehr ist, lässt sich leicht belegen: Wenn die Königsblauen in den vergangenen Jahren in der Champions League dabei waren, schlossen sie die Vorrunde als Gruppensieger ab – sowohl im Jahr 2010 (vor Olympique Lyon) als auch im vergangenen Jahr 2012 (vor dem FC Arsenal) gelang dieses Kunststück, das man nicht mal eben so mit links schafft. Schalke zählt inzwischen zur besseren Hälfte im erlesenen Feld der 32 Königsklassen-Starter, woraus sich freilich auch eine Verpflichtung ergibt: Bei der insgesamt sechsten Teilnahme an der Champions League wäre alles andere als der erneute Vorstoß ins Achtelfinale eine Enttäuschung. In einer Gruppe mit dem FC Chelsea, dem FC Basel und Steaua Bukarest sind die Rollen klar verteilt. „Chelsea ist der Favorit, wir wollen Zweiter werden“, sagt Manager Horst Heldt vor dem ersten Spiel an diesem Mittwoch (20.45 Uhr, live bei Sky und in unserem Ticker) gegen Bukarest.

Dem Auftakt in der Arena kommt dabei schon eine richtungweisende Bedeutung zu: Vor eigenem Publikum sollte Schalke gegen den rumänischen Meister tunlichst gewinnen, um nicht schon frühzeitig ins Hintertreffen zu geraten. Die beiden Partien gegen Chelsea (22. Oktober und 6. November) sind die Festtage der Gruppenphase – in den übrigen vier Spielen sollte die Basis geschaffen werden, um den Weg ins Achtelfinale zu finden. Daher betont auch Horst Heldt vor dem Auftakt gegen Bukarest: „Wir müssen gewinnen, um gut zu starten."

Ex-Cottbuser Reghecampf trainiert Steaua Bukarest

Auch Trainer Jens Keller peilt einen Heimsieg an, wenngleich er wenig mit der Klassifizierung anfangen kann, dass Bukarest als Außenseiter in der Gruppe gilt. Unstrittig ist jedoch, dass Steaua lange Zeit nicht zu den besten Adressen im europäischen Fußball gezählt hat. Erst seit der frühere Cottbuser Bundesliga-Profi Laurentiu Reghecampf den Trainer-Job übernommen hat, haben die Rumänen auch international wieder etwas vorzuweisen. Doch Keller will die Bukarester auch nicht stärker reden, als sie sind: „Wenn wir die Leistung der letzten Spiele abrufen, wird es schwer, gegen uns etwas zu holen.“

Keine Frage: Durch die Siege in der Bundesliga gegen Leverkusen (2:0) und in Mainz (1:0) ist jede Menge Ballast von den Schultern der Schalker gefallen. Freilich muss die Mannschaft, die so wie zuletzt in Mainz auflaufen kann, nun gegen Bukarest auch zeigen, dass sie ein Spiel gegen einen defensiv eingestellten Gegner gestalten kann.

Auf jeden Fall freut sich Schalke auf einen großen Fußball-Abend – der Bundesliga-Hit am Samstag gegen die Bayern soll erst danach ein Thema werden. „Die Champions League“, schwärmt Heldt, „bleibt etwas Besonderes für uns.“

Auch wenn Schalke in der Königsklasse nun zu den Etablierten zählt.

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