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Schalke-Kapitän Fährmann sauer über Bankplatz - Spekulation um Wechsel

Nicht zufrieden mit der Rolle des Bankdrückers: Schalke-Kapitän Ralf Fährmann.

Nicht zufrieden mit der Rolle des Bankdrückers: Schalke-Kapitän Ralf Fährmann.

Foto: Getty

Gelsenkirchen.  Wie die Bild erfuhr, soll Ralf Fährmann erbost darüber sein, dass nun Nübel im Schalke-Tor steht. Droht nun der zweite Abgang eines Fanlieblings?

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Ralf Fährmann ist beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 auf die Bank verbannt worden. Gegen den VfL Wolfsburg durfte der Kapitän nur zusehen, wie seine Mannschaft mit 2:1 gewann. Die Arbeit im Tor erledigte ein anderer – der 22 Jahre alte U21-Nationaltorwart Alexander Nübel.

Eine Entscheidung, die von Experten durchaus kritisch gesehen wird. Im Gespräch mit dieser Redaktion sprach Schalkes ehemaliger Torwarttrainer Holger Gehrke von einer „sehr mutigen Entscheidung“ und Ex-Schalke-Torwart Frank Rost sagte sogar: „Wenn diese Maßnahme nicht funktioniert, dann muss Trainer Domenico Tedesco den Kopf dafür hinhalten und seinen Hut nehmen.“

Heidel: Torwartfrage nicht dauerhaft geklärt

Dass auch Ralf Fährmann, Publikumsliebling und für viele einer der besten deutschen Torhüter, die Entscheidung ebenfalls nicht gut findet, kann man sich vorstellen. Doch die Bild-Zeitung will nun erfahren haben, dass Fährmann nicht nur unzufrieden, sondern „extrem sauer“ über die Entscheidung von Schalke-Trainer Tedesco ist, ihn durch Nübel zu ersetzen.

Laut der Zeitung sei es demnach nicht ausgeschlossen, dass der 30-Jährige den Klub, bei dem er seit der Jugend spielt, noch in diesem Winter verlässt. Manager Christian Heidel gibt jedoch in Hinblick auf die Torwartfrage zu bedenken: "Ob das jetzt Spiel für Spiel entschieden wird, das weiß ich nicht." Ihm sei es wichtig, "dass Ralf jetzt nicht davon ausgehen muss, dass er nicht mehr im Tor steht".

Fan-Liebling Naldo hat Schalke schon verlassen

Fährmann spielt seit 2003 für Schalke, hat sich von der Jugend bis zum Stammtorwart, ja sogar bis zum Kapitän hochgearbeitet. 228 Bundesliga-Spiele absolvierte er für die Königsblauen, sein Vertrag läuft noch bis 2022. Sollte er tatsächlich Abwanderungsgedanken hegen, so hat er noch bis zum 31. Januar Zeit, einen neuen Klub zu finden – dann schließt das Wintertransferfenster. Anders als bei Feldspielern ist der Markt für wechselwillige Torhüter jedoch begrenzt. Änderungen auf der Position kommen oft nur in Frage, wenn sich der eigentliche Keeper verletzt und daher länger ausfällt. Zumindest in der Bundesliga gibt es derzeit keinen Klub, bei dem das der Fall ist.

Sollte es dennoch zu einem Wechsel kommen, wäre der Abgang Fährmanns für den FC Schalke in kurzer Zeit schon der zweite Verlust eines Publikumslieblings, einer Identifikationsfigur. Erst Anfang des Monats war Verteidiger und Derbyheld Naldo aufgrund von zu geringen Einsatzzeiten und verlockenden Verdienstmöglichkeiten zum französischen Erstligisten AS Monaco gewechselt. Manager Christian Heidel ist seitdem unter Druck geraten, weil er bislang keinen adäquaten Ersatz verpflichten konnte. (meme)

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