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Schalke-Kapitän Mascarell: Wann ich zurückkehren möchte

Bald wieder fit: Schalke-Kapitän Omar Mascarell

Bald wieder fit: Schalke-Kapitän Omar Mascarell

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Bald ist Schalkes Kapitän Omar Mascarell wieder fit. Der 27-Jährige absolviert sein Reha-Training schon wieder in Sichtweite zur Mannschaft.

Ein Lachen ist beim FC Schalke 04 aktuell ansteckender als das von Omar Mascarell. Und er hat nun auch wieder sehr viel Grund zur Freude: Am Mittwochabend absolvierte der 27-Jährige beim Training Übungen mit dem Ball – in zwei oder drei Wochen will er zur Mannschaft zurückkehren. Eine sechsmonatige Leidenszeit geht wahrscheinlich zu Ende.

„Das ist ein gutes Gefühl. Jeden Tag geht es besser und besser“, sagte Mascarell nach dem Training am Mittwoch und ergänzte – natürlich mit einem breiten Lachen – zufrieden: „Das ist perfekt für mich.“

Schalke: Mascarell ließ sich zunächst konservativ behandeln

Einen Tag vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am 29. Februar hatte sich Schalkes Kapitän im Training verletzt. Die bittere Diagnose: Sehnenabriss in den Adduktoren. Mascarell und Schalkes Ärzte entschieden sich für eine konservative Behandlung – und das war keine gute Idee. „Ich hatte immer kleinere Probleme, mein Kopf war voll“, erzählt er. Eine Rückkehr ins Teamtraining verschob sich – und schließlich ließ sich Mascarell doch operieren. Die richtige Entscheidung: „Mein Gefühl jetzt ist super.“

Nach der Operation erholte er sich im Juli auf den kanarischen Inseln – zunächst in seiner Heimat Teneriffa, dann im Urlaub auf La Gomera. Er verfeinerte mit Hilfe der App „Duolingo“ seine Deutsch-Kenntnisse, traut sich nun Interviews auf Deutsch zu. Und seit dem Auftakttraining am 3. August zählt er wieder zum Mannschaftskreis. Während sich die Teamkollegen schon in Spielformen und Zweikämpfe stürzen, beschränkt sich Mascarell noch aufs gemeinsame Aufwärmprogramm und zieht sich dann mit Reha-Trainer Andreas Schlumberger zurück – immer in Sichtweite zum Team. „Das ist für beide Seiten gut“, sagt Schalkes Abwehrspieler Benjamin Stambouli. „Für Omar ist es gut, die Mannschaft zu sehen, damit er denkt: Da möchte ich bald auch mitspielen. Für uns ist wichtig zu sehen, dass wir noch verletzte Spieler haben, die uns bald wieder helfen können.“

Und wenn am zweiten September-Wochenende das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal auf dem Programm steht, könnte Mascarell sogar wieder ins Aufgebot rutschen. Wie wichtig er für sein Team ist, zeigt ein Blick in die Statistik: Schalke war Sechster, als er sich verletzte. Keins von den zwölf Pflichtspielen ohne ihn gewann Schalke, spielte nur dreimal unentschieden.

Doch wird diese Sieglos-Serie gleich im ersten Bundesliga-Spiel enden? Es geht am dritten September-Wochenende zum Double-Sieger FC Bayern München . „Ja, das ist nicht einfach. Aber es ist besser, wenn du Bayern München am ersten Spieltag hast. Wir arbeiten jeden Tag sehr hart – und für das erste Spiel sind wir zu hundert Prozent bereit“ Konkrete Ziele formuliert Mascarell nicht: „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“

Und wenn er wieder dabei ist, möchte er auch gern wieder die Kapitänsbinde tragen. „Ich bin bereit für diese Rolle. Ich bin sehr glücklich, in diesem großen Verein Kapitän zu sein“, sagt er. Noch habe er nicht mit Trainer David Wagner gesprochen, ob das so bleibt. Im Trainingslager Ende August wird Wagner die Entscheidung verkünden.

Obwohl er dann womöglich noch nicht mit der Mannschaft trainieren kann: Nach Österreich mitfahren wird Mascarell definitiv. Einen Typen wie ihn, der meistens positiv durch die Welt läuft, kann jede Mannschaft gut gebrauchen. Und so kann er auch über seine Verletzung schmunzeln: „In Frankfurt habe ich mal sieben Monate ausgesetzt. DAS ist hart!“ Und danach lachte er herzhaft.

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