Schalke

Schalke-Profi Serdar verspricht: So eine Saison wird nicht mehr vorkommen

Schalke-Profi Suat Serdar kämpft derzeit mit der U21 bei EM in Italien um den Titel.

Schalke-Profi Suat Serdar kämpft derzeit mit der U21 bei EM in Italien um den Titel.

Gelsenkirchen.  Mit der deutschen U21-Nationalmannschaft will Suat Serdar den EM-Titel gewinnen. Mit Schalke hat er nur knapp den Bundesliga-Abstieg verhindert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im deutschen Teamhotel in Villa delle Acacie hat Suat Serdar als einer der wenigen U21-Spieler ein Einzelzimmer. Den Grund hat er höchstpersönlich in einer großen Medienrunde verraten: Der 22-Jährige ist Muslim, betet fünfmal am Tag und muss dafür auch in der Nacht aufstehen. „Ich möchte niemanden belästigen, der durchschlafen möchte“, begründete der defensive Mittelfeldspieler sein Einzelzimmer. Bei der U21-Europameisterschaft in Italien will Serdar die schreckliche Saison mit dem FC Schalke 04 in der Bundesliga vergessen und seiner sportlichen Entwicklung einen Schub geben. Serdar gibt den Schalke-Fans ein Versprechen für die Zukunft.

„Keiner auf Schalke will, dass so eine Saison noch einmal vorkommt. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass das auch nicht mehr passieren wird. Das ist mein Gefühl“, sagte er in Udine und reflektierte die Spielzeit: „So habe ich mir die Saison auf Schalke nicht vorgestellt, wir wollten eigentlich oben mitspielen.“ Er sei dennoch glücklich darüber, dass der Abstieg am Ende verhindert werden konnte. Und Serdar selbst war vor allem unter Huub Stevens ein wichtiger Faktor dafür, dass der Klassenerhalt gelang: „Der Trainerwechsel hat mir gutgetan, ich kam besser in die Mannschaft rein und konnte viel mehr von meinen Qualitäten zeigen.“ Auch mit dem öffentlichen Druck sei er immer besser klargekommen.

Kontakt zum neuen Schalke-Trainer Wagner - Vergleiche mit Goretzka

Serdar sagt zum Schalker Umfeld: „Der Druck auf Schalke war schon enorm, das kannte ich vorher aus der Zeit bei Mainz 05 nicht. Irgendwann war ich die Pfiffe gewohnt und habe auf dem Platz alles um mich herum ausgeblendet.“ Auch die Vergleiche mit dem vor der vergangenen Spielzeit zum FC Bayern München abgewanderten Leon Goretzka haben Serdar anfangs etwas gestört: „Am Anfang haben mich viele darauf angesprochen. Ich möchte nicht der neue Goretzka sein, sondern meinen eigenen Weg gehen. Nach den letzten Spielen der Saison haben mir dann wieder viele gesagt, dass ich ihm ähneln würde.“ Auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Schalke-Trainer Davjd Wagner freut sich Serdar.

„Er hat mir im Trainingslager mit der U21 zur Nominierung gratuliert. Nach dem Auftaktsieg hat er mir auch geschrieben. Dabei hat er einen sehr sympathischen Eindruck gemacht, ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Persönlich habe ich noch nicht mit ihm gesprochen, aber das werden wir dann nach meinem Urlaub nach der EM machen“, meint der 21-Jährige. Serdar hat ein weiteres persönliches Ziel für die neue Saison: „Ich möchte keine zwei Roten Karten mehr bekommen, es waren meine ersten beiden Platzverweise. Eigentlich bin ich nicht so ein Spieler, aber es hat zur Saison gepasst.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (9) Kommentar schreiben