Revierrivalen

Schalke setzt einen Seitenhieb gegen BVB-Projekt

Borussia Dortmund setzt sich für die Amateure in der Region ein.

Foto: Borussia Dortmund

Borussia Dortmund setzt sich für die Amateure in der Region ein. Foto: Borussia Dortmund

Essen.  Der BVB möchte die Amateurvereine aus der Region finanziell unterstützen. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Doch der Lokalrivale Schalke war offenbar schneller.

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Am 25. November wird es im Revier ernst. Die aktuellen Tabellennachbarn Borussia Dortmund und Schalke 04 treffen erstmals in dieser Saison im Signal-Iduna-Park (Samstag, 15:30 Uhr) aufeinander. Es geht um die sportliche Vormachtstellung im Ruhrgebiet. Außerhalb des Platzes beginnen schon jetzt die ersten Scharmützel. Aktuell geht es um die Frage: Wer hat ein größeres Herz für die Amateure?

Der BVB gab am Donnerstag bekannt, dass er die Amateurvereine aus der Region finanziell unterstützen wolle. Deshalb stellt die Borussia 200.000 Euro für Infrastruktur-Projekte im Amateurfußball zur Verfügung. 150.000 Euro kommen von der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), 50.000 Euro steuert der eingetragene Verein bei.

Wenige Stunden später meldete sich der Lokalrivale Schalke 04 bei Twitter zu Wort. Volker Spätgens, Sponsoring-Leiter der Gelsenkirchener, konnte sich einen kleinen Seitenhieb gegen den BVB nicht verkneifen. Der Hintergrund: Schon vor neun Monaten hatten die Schalker ein nahezu identisches Projekt zur Förderung des Amateurfußballs im Kreis ausgerufen. "Top Idee. Ehrlich. Hatten wir vor 08+1 Monaten und die ersten Gelder sind verGEben", twitterte Spätgens mit einem Smiley.

Schalke hat bereits 22 Vereine unterstützt

Wenige Minuten später stellte Schalke über seinen offiziellen Twitter-Account klar, dass die Aktion bereits vor neun Monaten startete und erste Gelder inzwischen vergeben seien. Insgesamt 57.000 Euro sollen an Amateurvereine des Fußballkreises Gelsenkirchen, Gladbeck, Kirchhellen verteilt werden, 22 Vereine haben bereits für diverse Projekte, Anschaffungen und Maßnahmen ihre jeweiligen Einzelspenden von je 1000 Euro erhalten. "Wir waren von vielen eingereichten Konzepten sehr beeindruckt. Die Amateurvereine haben sich Gedanken gemacht, wie sie das Geld sinnvoll und nachhaltig investieren können, um ihren Verein vernünftig zu verstärken", erklärt Peter Peters, Vorstand für Finanzen und Organisation des FC Schalke 04.

Dennoch sind die Projekte der beiden Bundesliga-Rivalen nicht identisch. Die Schalker Aktion bezieht sich auf deren Fußballkreis, die Dortmunder Aktion auf den gesamten FLVW. Die Schalker Förderung ist themenoffen. Beim BVB geht es nur um nachhaltige Infrastrukturmaßnahmen.

Die BVB-Verantwortlichen, aber vor allem die Klubs aus dem Raum Dortmund, werden die Schalker Spitze wohl verdauen können. Denn Verlierer gibt es bei sozialem Engagement freilich nicht.

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