Schalke 04

Schalke-Trainer Wagner: "Wir müssen an unser Limit gehen"

David Wagner soll Schalke wieder nach oben führen.

David Wagner soll Schalke wieder nach oben führen.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  „Viel geiler geht’s nicht“, sagt Schalkes Trainer vor dem ersten Heimspiel. David Wagner nimmt nicht nur seine Spieler in die Pflicht.

David Wagner ist noch gar nicht da. Doch sein fröhliches Lächeln begegnet einem an diesem Freitag schon beim Betreten der Veltins-Arena, und zwar auf einem Bildschirm. Kurze Zeit später, als der Cheftrainer des FC Schalke 04 zur Pressekonferenz erscheint, wird klar, dass es ein brandaktuelles Foto sein könnte: David Wagner hat gute Laune – allerbeste sogar. „Was gibt es Größeres, als im ersten Heimspiel der Saison gegen Bayern München zu spielen?“, fragt er. „Also ganz ehrlich: Viel geiler geht’s nicht. Wir freuen uns alle wahnsinnig.“

"In diesem Stadion muss Energie sein"

Aber werden sich die Schalker am Samstagabend nach den 90 Minuten gegen den deutschen Rekordmeister (18.30 Uhr/Sky) auch noch freuen? „Wir werden nur dann eine Chance haben, und die ist sicher nicht die allergrößte, wenn wir an unser absolutes Limit gehen, und wahrscheinlich sogar darüber hinaus, und zwar alle zusammen“, sagt David Wagner. „Und damit meine ich nicht nur uns auf dem Rasen, sondern auch alle auf der Tribüne. Das muss Limit und noch mehr sein. Das muss man hören, das muss man spüren. In diesem Stadion muss Energie sein. Das hilft den Jungs unten, Meter zu machen, die sie nicht in der Lage sind zu gehen.“ Und das führt zum Erfolg gegen Deutschlands Ausnahmeteam? „Das weiß ich nicht“, antwortet David Wagner, der zu jedem Anwesenden Blickkontakt aufnehmen kann, weil die Zahl der Journalisten eher an eine Partie zwischen dem VfL Bochum und dem FC Heidenheim als an ein Erstliga-Topspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München erinnert. „Aber wir werden“, sagt der 47-Jährige, „alles raushauen, was wir haben.“

Suat Serdar fällt weiterhin aus

Eigentlich hat David Wagner, der weiterhin auf Suat Serdar wegen dessen Innenbandverletzung im Knie verzichten muss, auch gar keine richtige Lust, über das Starensemble von der Isar zu plaudern. „Wie gut Bayern München ist, darüber brauchen wir nicht zu reden. Da ist, glaube ich, jedes Wort zu viel“, sagt der Schalker Trainer. Er weiß aber schon, was auf seine Mannschaft zukommen, ja vielleicht sogar zurollen wird. Deshalb nimmt er einen seiner Spieler für das Projekt Überraschung auch besonders in die Pflicht: Alexander Nübel. Der 22-Jährige, der möglicherweise in der kommenden Saison schon auf der anderen Seite oder zwischen den Pfosten von RB Leipzig stehen wird, darf sich im Duell der Kapitäne und Generationen mit dem 33-jährigen Gelsenkirchener Nationalkeeper Manuel Neuer messen. „Wir werden sicher auch einen Torwart brauchen, der eine herausragende Leistung bringt“, sagt Wagner, „Und vielleicht geht ja auch das Spielglück in unsere Richtung.“

"Eine Lösung ist, rotzfrech und bei Ballbesitz mutig zu sein.“

Der Schalker Trainer erzählt, dass er in dieser Woche mit seinen Spielern nach Möglichkeiten gesucht habe, um die Bayern ärgern, um sie attackieren zu können. Klar: Er verrät nichts Konkretes. „Die eine Lösung wird es nicht geben“, sagt er. „Aber eine Lösung ist, rotzfrech und bei Ballbesitz mutig zu sein.“

Burgstaller sieht Münchner mit Schwächen

Zumal Schalkes Stürmer Guido Burgstaller meint, dass die Münchner auch Schwächen hätten. „Aber wir müssen alle einen guten Tag erwischen, damit wir die auch erwischen können“, formuliert der Österreicher. „Und vielleicht haben die Bayern mal einen nicht so guten Tag. Dann ist da vieles möglich, gerade bei uns zu Hause.“ In diesem Stadion, in dem sich Trainer David Wagner am Samstagabend oben und unten verdammt viel Schalker Energie wünscht und in dem die Fans seit dem 20. Januar (2:1 gegen den VfL Wolfsburg), also seit mehr als sieben Monaten, keinen Bundesliga-Heimsieg mehr gesehen haben.

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